Börse New York
Schwache US-Arbeitsmarktdaten bremsen Wall Street aus

Die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt sind schwächer als gedacht. Die Frage nach dem Wann der Zinswende bleibt unbeantwortet. Und die Schwäche des britischen Pfund entsetzt selbst altgediente Händler.

New YorkUnerwartet schwache Arbeitsmarktzahlen haben die Wall Street am Freitag belastet. In der US-Wirtschaft entstanden im September deutlich weniger Stellen als vorhergesagt, und die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum August um 0,1 Punkte auf fünf Prozent. Die Entwicklung ist auch für die US-Notenbank wichtig, weil sie einen robusten Job-Markt zur Bedingung für eine weitere Zinsanhebung gemacht hat. Nach den neuen Daten halten es Händler nun zunehmend für wahrscheinlich, dass die Fed erst im Dezember an der Zinsschraube drehen wird. Auch der dramatische Absturz des britischen Pfund in der Nacht zum Freitag beschäftigte die US-Anleger, die sich deshalb verstärkt über die möglichen Folgen des Brexit den Kopf zerbrachen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Schluß 0,2 Prozent schwächer bei 18.240 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging um 0,3 Prozent auf 2153 Zähler zurück. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte ebenfalls 0,3 Prozent auf 5291 Stellen ein. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent tiefer bei 10.490 Punkten.

Der US-Arbeitsmarktbericht sei relativ neutral, sagte Michael Jones, Investmentstratege beim Finanzhaus RiverFront Investment Group. Die Daten ließen nicht befürchten, dass die US-Wirtschaft in eine Konjunkturflaute abrutsche. Sie seien aber auch nicht so stark ausgefallen, dass eine unmittelbare Zins-Reaktion der Fed zu erwarten sei.

Aktien von Yahoo gaben um rund ein Prozent nach. Die "New York Post" berichtete, der Telekom-Konzern Verizon wolle nicht mehr die geplanten 4,8 Milliarden Dollar für Yahoos Kerngeschäft zahlen, sondern eine Milliarde Dollar weniger. Grund sei der jüngste Datendiebstahl bei Yahoo.

Honeywell-Papiere verloren gut acht Prozent. Der Flugzeug-Zulieferer hat angesichts schwacher Geschäfte seine Umsatz- und Gewinnprognosen eingeschränkt.

Mehr als neun Prozent in den Keller ging der Kurs von Tyson Foods, nachdem die Aktie des Fleischproduzenten herabgestuft worden war.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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