Börse New York
Schwache Wirtschaftszahlen drücken US-Börsen

Enttäuschende Zahlen der US-Wirtschaft belasten die US-Börsen. Das Wirtschaftswachstum büßt unter Präsident Trump an Tempo ein. Auch der Nordkorea-Konflikt rückt wieder ins Blickfeld.
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New YorkUnerwartet schwache Konjunkturdaten haben die Wall Street zum Wochenschluss belastet. Ein enttäuschendes Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal dämpfte die Stimmung der Anleger. Das Bruttoinlandsprodukt kletterte mit einer Jahresrate von 0,7 Prozent, während Ökonomen mit 1,2 Prozent gerechnet hatten. Auch die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach ein großer Konflikt mit Nordkorea drohe, verunsicherten viele Händler, sagte Analyst Peter Cardillo von First Standard Financial in New York.

Bei der Umsetzung seiner Wahlversprechen habe Trump zudem nichts vorzuweisen, sagte Anlagestratege Kiran Kowshik. Die Gesundheitsreform des Präsidenten war im März an überparteilichem Widerstand gescheitert. Details seiner am Mittwoch vorgestellten Steuerreform sind immer noch unklar.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 20.940 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank um 0,2 Prozent auf 2384 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 6047 Punkten auf der Stelle. Auf Monatssicht verbesserte sich der Dow um 1,3 Prozent, der S&P um 0,9 Prozent und der Nasdaq um 2,3 Prozent. Wachsende Online-Verkäufe und das ebenfalls brummende Cloud-Geschäft sorgten im abgelaufenen Quartal beim weltgrößten Online-Händler Amazon für einen Gewinnsprung von 41 Prozent. Der Aktienkurs stieg um 0,7 Prozent.

Die Papiere der weltgrößten Kaffeehauskette Starbucks fielen dagegen um zwei Prozent. Das Unternehmen senkte sein Gewinnziel für dieses Geschäftsjahr. Ein boomendes Werbegeschäft auf Smartphones und Tablets füllte dem Internet-Riesen Google die Kassen. Der Mutterkonzern Alphabet wies einen Umsatzsprung von rund 22 Prozent auf 24,75 Milliarden Dollar im ersten Quartal aus. Der Nettogewinn schoss sogar überraschend kräftig um 29 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar in die Höhe. Die Bilanz erfreute die Anleger: Alphabet-Aktien stiegen um 3,7 Prozent.

Intel-Anteilsscheine brachen dagegen 3,4 Prozent ein. Damit ist der Konzern noch 36,2 Milliarden Dollar an der Börse wert. Seit Veröffentlichung der Zahlen am Donnerstag sank die Marktkapitalisierung um etwa 5,8 Milliarden Dollar. Der weltgrößte Chip-Hersteller steigerte zwar dank eines sich stabilisierenden PC-Marktes und Zuwächsen im Geschäft mit Datenzentren Gewinn und Umsatz deutlich. Intel verfehlte jedoch in der Sparte für Datenzentren die Markterwartungen. In Europa hielten sich Anleger nach der Rally der vergangenen Tage mit Engagements zurück. Dax und EuroStoxx50 verloren jeweils 0,1 Prozent auf 12.438 und 3559 Punkte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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