Börse New York
Schwaches Wirtschaftswachstum lastet auf US-Börsen

Die Erklärung der Fed bringt die US-Anleger nicht aus der Ruhe. Enttäuschende Konjunkturdaten dagegen schon: Die US-Indizes schließen am Mittwoch im Minus. Doch einige Firmen überraschen mit guten Quartalszahlen.
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New YorkUnerwartet schwache Daten zum US-Wirtschaftswachstum haben die Wall Street am Mittwoch ins Minus gedrückt. Von der Erklärung der Fed zeigten sich die Märkte indes weitgehend unbeeindruckt.

Die US-Notenbank hält an ihren Plänen für eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr fest. Bevor die Fed die Zinsen anhebt, will sie aber noch Fortschritte auf dem Weg zur angestrebten Vollbeschäftigung und zu stabilen Preisen sehen. Viele Marktteilnehmer erwarten, dass die Notenbank im September oder zum Jahresende die Zügel strafft - erstmals seit Juni 2006. "Wir wissen alle, dass die Fed gern damit beginnen würde, die Zinssätze zu normalisieren", sagte Wayne Kaufman von Phoenix Financial Services. "Aber es ist Fakt, dass die Daten dies jetzt noch nicht rechtfertigen."

Der Dow-Jones-Index schloss mit 18.035 Punkten 0,4 Prozent im Minus. Der breiter gefasste S&P-500 tendierte mit 2106 Zählern 0,37 Prozent tiefer. Die Technologiebörse Nasdaq schloss bei 5023 Punkten, ein Minus von 0,6 Prozent. In Frankfurt schloss der Dax 3,2 Prozent tiefer mit knapp 11.433 Punkten.

Börsianer zeigten sich enttäuscht vom Bruttoinlandsprodukt (BIP), das im vergangenen Quartal wegen des starken Dollar und des kalten Winterwetters kaum noch zulegte. Die Statistik passt in eine Reihe mauer Konjunkturdaten.

Marktexperten warnten aber vor übertriebenen Schlussfolgerungen aus den BIP-Zahlen. "Wir sahen denselben Film im vergangenen Jahr, als das erste Quartal ebenfalls schwach war", sagte Anlagestratege Chris Bertelsen von Global Financial Private Capital. "Aber das zweite und dritte Quartal waren dann stärker, und wir werden dieses Muster auch in diesem Jahr haben."

Investmentmanager Dave Heidel von U.S. Bank Wealth Management erläuterte, die Firmen bemühten sich sehr, durch Kostensenkungen ihre Gewinne zu stützen. Dies wiederum führe dazu, dass die Investitionen sinken und damit das Wachstumstempo der Wirtschaft.

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