Börse New York
Schwaches Wochenende an der Wall Street

Die US-Börsen gehen uneinheitlich ins Wochenende: Neue Konjunkturdaten enttäuschen die Anleger. Auch das schwächere Verbrauchervertrauen deutet auf mangelnden Schwung der US-Wirtschaft hin.
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New York Die US-Börsen haben sich am letzten Handelstag der Woche kaum vom Fleck bewegt. Während die Standardwerte am Freitag ein knappes Plus schafften, gab die Technologiebörse Nasdaq leicht nach. Gebremst wurde das Aktiengeschäft von enttäuschenden Konjunkturdaten.

So fiel die US-Industrieproduktion entgegen den Erwartungen bereits den fünften Monat in Folge. Ebenfalls auf mangelnden Schwung der US-Wirtschaft deutete das zuletzt schwächere Verbrauchervertrauen hin. Zudem schraubten von der Federal Reserve von Philadelphia befragte Volkswirte ihre Prognosen für das Wachstum im zweiten Quartal und der zweiten Jahreshälfte herunter. Auch mit Blick auf den Arbeitsmarkt schwand die Zuversicht der Ökonomen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 18.272,72 und einem Tief von 18.215 Punkten. Er schloss 0,1 Prozent fester - knapp unter dem Höchststand auf 18.272,56 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 ging 0,1 Prozent höher auf 2122 Punkten aus dem Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,1 Prozent auf 5048 Stellen.

Auf Wochensicht ergab sich damit für den Dow ein Plus 0,4 Prozent, für den S&P von 0,3 und für die Nasdaq von 0,9 Prozent. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax knapp ein Prozent leichter auf einem Stand von 11.447 Punkten ins Wochenende.

In den USA gebe es die Befürchtung, dass sich die Wirtschaftsschwäche vom ersten Vierteljahr im laufenden zweiten Quartal fortsetze, sagte Anlagestratege Ilya Feygin der Finanzfirma WallachBeth Capital zu den jüngsten Daten.

Für Aufsehen auf dem Parkett sorgte Avon: Die Aktien des Kosmetikkonzerns büßten 1,6 Prozent ein, nachdem sie am Donnerstag noch um über 20 Prozent in die Höhe gesprungen waren. Grund dafür war Händlern zufolge ein offenbar erfundenes Übernahmeangebot. Avon erklärte, nichts davon zu wissen.

Nach einer Herabstufung durch J.P. Morgan gaben die Anteilsscheine von Deere gut drei Prozent nach. Dagegen gewannen die Papiere von Netflix 4,5 Prozent an Wert. Zuvor hatte die Agentur Bloomberg berichtet, dass die Onlinevideothek einen Einstieg in China erwäge.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 829 Millionen Aktien den Besitzer. 1732 Werte legten zu, 1313 gaben nach und 132 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1365 Titel im Plus, 1381 im Minus und 152 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 25/32 auf 99-25/32. Sie rentierten mit 2,15 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 2-06/32 auf 101-09/32 und hatten eine Rendite von 2,94 Prozent. Die Anleger setzten angesichts der schwachen Konjunkturdaten darauf, dass sich die Notenbank Fed mit ihrer Zinserhöhung noch länger Zeit lässt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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