Börse New York
Spekulation um Fed-Politik lässt Wall Street schwächeln

Gute Geschäfte im US-Einzelhandel und Spekulationen über ein Ende der expansiven Geldpolitik sorgen am Donnerstag für verhaltene Umsätze an der Wall Street. Bei den Unternehmen gehört Facebook zu den Gewinnern.
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New YorkDie US-Börsen haben am Donnerstag erneut schwächer tendiert. Zwar gab es unerwartet starke Konjunkturdaten. Das schürte aber wie an den Vortagen Spekulationen auf eine baldige Straffung der US-Geldpolitik.

Der Standardwerteindex Dow Jones schloss mit einem Abschlag von 0,7 Prozent bei 15.739 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 15.703 und 15.845 Stellen gependelt. Der S&P 500 gab 0,4 Prozent nach auf 1775 Zähler, der Nasdaq-Index 0,1 Prozent auf 3998 Punke. In Frankfurt hatte der Dax mit einem Verlust von 0,7 Prozent auf 9017 Zähler geschlossen.

Der US-Einzelhandel steigerte den Umsatz im November um 0,7 Prozent zum Vormonat. Das war der kräftigste Anstieg seit fünf Monaten. Angekurbelt wird die Kauflaune von steigenden Löhnen und niedrigeren Spritpreisen. Zudem ist die Arbeitslosenquote so niedrig wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Die Zahlen deuten auf eine Erholung der Konjunktur am Jahresende hin. Das macht einen baldigen Ausstieg der Notenbank aus ihrer lockeren Geldpolitik wahrscheinlicher. "Die Daten helfen den Befürwortern eines raschen Ausstiegs", sagte ING-Ökonom Rob Carnell. Stephen Massocca von Wedbush Equity Management sagte hingegen, von einem glasklaren Wirtschaftsaufschwung könne man nicht sprechen.

Das nächste Zinstreffen der Fed, auf dem eine Entscheidung zur Geldpolitik getroffen werden könnte, findet in der kommenden Woche statt. Derzeit pumpt die Fed Monat für Monat 85 Milliarden Dollar in den Wirtschaftskreislauf.

Facebook legten fünf Prozent zu. Das weltgrößte Online-Netzwerk soll in den S&P aufrücken.

Erstzeichner konnten sich über den Börsengang der Hotelkette Hilton freuen. Die Papiere kletterten an ihrem ersten Handelstag um 7,5 Prozent.

Cisco-Papiere gaben indes 1,8 Prozent nach. Der Netzwerk-Hersteller hat seine Umsatz- und Ergebnisprognose gekappt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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