Börse New York
„Star Wars“ kann der Disney-Aktie nicht helfen

Die US-Börsen sind mit Kursgewinnen in die Woche gestartet. Für gute Stimmung sorgte die Nachricht, dass China die Konjunktur 2016 anschieben will. Bei den Einzelaktien hat Disney trotz des Star-Wars-Hype verloren.

New YorkDie US-Börsen haben am Montag zugelegt. Für gute Stimmung sorgte die Nachricht, dass China seine Konjunktur im kommenden Jahr mit einem Mix aus Steuersenkungen, Mehrausgaben und lockerer Geldpolitik anschieben will.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent höher auf 17.251 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,8 Prozent auf 2021 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,9 Prozent auf 4968 Stellen.

Die Umsätze dürften nach Einschätzung von Händlern in dieser Woche dünn bleiben. Am Donnerstag gibt es nur eine verkürzte Sitzung. Am Freitag bleibt die New Yorker Börse feiertagsbedingt geschlossen.

Zu den Gewinnern im frühen Geschäft gehörten die Papiere des Unterhaltungskonzerns Disney, der mit dem neuen „Star Wars“-Film einen Kassenschlager produziert hat. In den ersten Tagen nach dem Filmstart spülte das Epos mehr als eine halbe Milliarde Dollar in die Kassen. Der Aktienkurs drehte später ein Prozent ins Minus. „Investoren sind über die anderen Geschäftsbereiche von Disney besorgt. Es dreht sich nicht alles um Star Wars“, sagte Adam Sarhan, Chef der Investment- und Beratungsgesellschaft Sarhan Capital in New York.

Apple-Papiere verteuerten sich um 1,2 Prozent. Der iPhone-Hersteller hat mit dem schwedischen Telekomausrüster Ericsson einen langjährigen Streit um Patentrechte beigelegt.

Wegen des sinkenden Ölpreises gaben die Anteilsscheine des Energiekonzerns Chevron 0,6 Prozent nach.

Die anhaltende Talfahrt der Ölpreise verhagelte den Anlegern an den europäischen Aktienmärkten die Stimmung. Der Dax schloss mit 10.491,77 Punkten ein Prozent im Minus. Der EuroStoxx50 fiel 1,5 Prozent auf 3213,01 Punkte. „Die Umsätze sind mau, die Unsicherheit aber sehr groß“, sagte ein Händler. „Das mit der Jahresendrally wird wohl nichts mehr.“ Belastend wirkte sich zudem der Anstieg des Euro auf über 1,09 Dollar aus. Damit verschlechtern sich die Chancen der europäischen Exportbranche.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 2013 Werte legten zu, 1040 gaben nach und 139 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,64 Milliarden Aktien 1764 im Plus, 1095 im Minus und 156 unverändert.

Die US-Kreditmärkte haben sich kurz vor dem Jahresende kaum bewegt. Die Umsätze blieben dünn. Händler sagten, dass sich die Investoren mit ihren Engagements zurückgehalten hätten. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 1/32 auf 100-16/32. Die Rendite sank auf 2,195 Prozent. Der 30-jährige Bond fiel 9/32 auf 101-18/32 und rentierte mit 2,921 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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