Börse New York
Starke Jobdaten heben Dow über die 17.000er-Marke

An den US-Börsen feiern die Anleger neue Höchststände: Der Leitindex Dow Jones ist erstmals in seiner Geschichte über 17.000 Punkte geklettert. Auslöser der Kursgewinne sind starke US-Arbeitsmarktdaten.
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New YorkEin überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht hat den New Yorker Börsen am Donnerstag auf die Sprünge geholfen. Hoffnungen auf steigende Unternehmensgewinne hievten den Dow Jones erstmals über die Marke von 17.000 Punkten. Die Jobdaten seien „bestes Zeugnis für die fortschreitende wirtschaftliche Erholung in den USA“, urteilte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank.

Außerhalb der US-Landwirtschaft schufen Unternehmen im Juni 288.000 neue Jobs. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Plus von 212.000 gerechnet. „Das heute veröffentlichte Zahlenwerk erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Währungshüter bereits in der ersten Jahreshälfte 2015 reagieren müssen“, erklärte Gitzel. Bislang rechnen Investoren überwiegend damit, dass die Fed frühestens Mitte kommenden Jahres den Leitzins anhebt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nach einer verkürzten Sitzung 0,5 Prozent höher auf 17.068 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,5 Prozent auf 1985 Zähler. Beide Barometer schlossen damit so hoch wie nie zuvor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,6 Prozent auf 4485 Punkte vor. Das ist der höchste Schlussstand seit dem Jahr 2000. Wegen des Unabhängkeitstages schlossen die US-märkte heute bereits um 13 Uhr (19 Uhr MESZ), am Freitag bleiben sie geschlossen. Im Wochenvergleich verbesserte sich der Dow um 1,3 Prozent, der S&P um 1,2 Prozent und der Nasdaq um zwei Prozent.

Im Kielwasser des US-Standardwerteindexes schloss der Dax so hoch wie nie zuvor. Der deutsche Leitindex verabschiedete sich mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 10.029,43 Punkten in den Feierabend. Der EuroStoxx50 gewann 1,1 Prozent auf 3288,58 Zähler.

Bei den US-Einzelwerten brachen die Aktien von Regado Biosciences um mehr als 58 Prozent ein. Das Pharmaunternehmen hatte mitgeteilt, eine Studie zu einem neuen Medikament unterbrochen zu haben.

Für Irritationen sorgten Aussagen des Daimler -Managers Wolfgang Bernhard. Mehreren Analysten zufolge sagte der Lkw-Vorstand des Stuttgarter Konzerns, sein früherer Arbeitgeber Volkswagen bereite eine milliardenschwere Übernahme des US-Nutzfahrzeug-Herstellers Paccar vor. Die Niedersachsen wiesen dies entschieden zurück. Paccar-Aktien legten an der Wall Street trotzdem um 5,4 Prozent zu. VW-Titel verloren 0,2 Prozent und waren damit einziger Dax-Verlierer.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 540 Millionen Aktien den Besitzer. 1741 Werte legten zu, 1284 gaben nach und 127 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 990 Millionen Aktien 1762 im Plus, 841 im Minus und 155 unverändert.

Die US-Kreditmärkte ließen nach Jobdaten Federn. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 98-24/32. Die Rendite stieg auf 2,6447 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 6/32 auf 98-2/32 und rentierte mit 3,4788 Prozent. Händler sagten, dass Investoren ihr Kapital aus den Bonds abgezogen und in die riskanteren Aktien umgeschichtet hätten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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