Börse New York Starke Jobdaten schieben Wall Street an

Aktuelle Arbeitsmarktdaten haben die Wall Street am Freitag angetrieben. Im November entstanden in den USA deutlich mehr Jobs als von Experten erwartet. Zudem besteht die Hoffnung auf einen Boom bei Frachtgütern.
Update: 08.12.2017 - 23:33 Uhr Kommentieren
Gute Zahlen vom US-Arbeitsmarkt treiben die Börsen in New York an. Quelle: AP
Wall Street

Gute Zahlen vom US-Arbeitsmarkt treiben die Börsen in New York an.

(Foto: AP)

New YorkErmutigende Arbeitsmarktdaten haben den US-Börsen am Freitag Auftrieb verliehen. Ein überraschend starker Stellenaufbau im November stärkte den Konjunkturoptimismus der Anleger und auch die Annahme, dass die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche die dritte Zinserhöhung in diesem Jahr wagen wird. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent höher auf 24.329 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich ebenfalls um 0,5 Prozent auf 2651 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 6840 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich für den Dow ein Plus von 0,4 Prozent und den S&P ein Gewinn von 0,3 Prozent, für den Nasdaq-Index jedoch ein Minus von 0,1 Prozent.

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Die Regierung in Washington meldete für den vergangenen Monat 228.000 neue Jobs. Experten hatten mit lediglich 200.000 gerechnet. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote verharrte im November bei 4,1 Prozent. Damit ist die von der Fed angestrebte Vollbeschäftigung faktisch erreicht. Voran kommt die Notenbank zudem beim Bestreben, dass sich der Aufschwung auch finanziell mehr für die Arbeitnehmer auszahlt. Die Stundenlöhne legten im Schnitt um 0,2 Prozent zu. „Das sind ziemlich gute Lohnzuwächse, aber keine, die Inflationssorgen schüren dürften“, so Sean Lynch vom Finanzhaus Wells Fargo.

Angesichts des Konjunkturaufschwungs steuert die Fed auf die nächste Zinserhöhung zu: Experten rechnen für Mittwoch mit einer Anhebung um einen Viertelpunkt. Zuletzt hatte die Fed den Schlüsselsatz im Juni auf die Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent erhöht.

Bei den Einzelwerten ragten die Anteilsscheine von Alexion Pharmaceuticals mit einem Aufschlag von gut sieben Prozent heraus. Der Hedgefonds Elliott Management forderte einem Bericht der „New York Times“ zufolge die Führung des Unternehmens auf, mehr zur Stärkung des Aktienkurses zu tun und dabei auch einen Verkauf ins Auge zu fassen.

Die Hoffnung auf einen Boom bei Frachtgütern trieb Aktien der Seeschifffahrt an. Der von der Baltic Exchange in London veröffentlichte Preisindex für das weltweite Verschiffen von Gütern wie Kohle, Eisenerz und Getreide legte den sechzehnten Tag in Folge zu. Damit nähert sich der Index einem Vier-Jahres-Hoch. An der Wall Street sprangen daraufhin die Papiere von Globus Maritime mehr als vier Prozent in die Höhe. Das Unternehmen erfreute seine Anleger zusätzlich mit einem im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr geschrumpften Verlust.

In Frankfurt ermutigten der boomende US-Arbeitsmarkt und ein wichtiger Schritt nach vorn in den Brexit-Verhandlungen die Anleger. Der Dax legte 0,8 Prozent auf 13.153 Punkte zu, der EuroStoxx50 gewann 0,6 Prozent auf 3591 Zähler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 1717 Werte legten zu, 1173 gaben nach und 171 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 1619 im Plus, 1315 im Minus und 206 unverändert.

Die US-Kreditmärkte bewegten sich kaum. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 1/32 auf 98-27/32. Die Rendite stieg auf 2,3796 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 3/32 auf 99-19/32 und rentierte mit 2,7700 Prozent.

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