Börse New York
Starke Konjunkturdaten beflügeln die Wall Street

Blendende Stimmung an den US-Börsen: Gute Konjunkturdaten trieben die Anleger an, das Konsumbarometer ist so hoch wie seit sieben Jahren nicht mehr. Die Investoren setzen vor allem auf den Geldsegen der Fed.
  • 1

New YorkUnerwartet starke Konjunkturdaten haben die Wall Street am Dienstag beflügelt. Die Stimmung der US-Verbraucher ist so gut wie seit sieben Jahren nicht mehr. Das Konsumbarometer stieg im Oktober überraschend um 5,5 auf 94,5 Punkte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 87,0 Zählern gerechnet. "Die gute US-Konsumentenstimmung lässt auf anhaltend gute Geschäfte der Unternehmen hoffen", sagte Andreas Paciorek, Marktanalyst bei CMC Markets.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,1 Prozent höher bei 17.005 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 legte 1,2 Prozent auf 1985 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 1,7 Prozent auf 4564 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 1,9 Prozent höher bei 9068 Zählern, der EuroStoxx50 legte 1,2 Prozent auf 3036 Zähler zu.

Bei den US-Einzelwerten rutschte die Twitter -Aktie um knapp zehn Prozent ab, weil der Kurznachrichtendienst etwas langsamer wuchs. Die Zahl der aktiven Nutzer stieg im abgelaufenen Quartal zwar um 23 Prozent auf 284 Millionen. Im Sommerquartal hatte Twitter dank der Fußball-WM aber noch ein Plus von 24 Prozent erreicht.

Bei der amerikanischen Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile US, honorierten die Anleger den Kundenansturm. Die in New York notierten Aktien stiegen um gut drei Prozent.

Der weltgrößte Biotech-Konzern Amgen stellte für das kommende Jahr einen Umsatz und Gewinn über den bisherigen Analystenschätzungen in Aussicht. Zudem kündigte das Unternehmen eine Dividenden-Erhöhung um 30 Prozent und die Wiederaufnahme eines Aktienrückkaufprogramms an. Börsianer quittierten den Ausblick mit einem Kursplus von mehr als sechs Prozent.

Mit Spannung warteten die Investoren auf das Ende der Beratungen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed am Mittwochabend. Erwartet wurde ein Beschluss zum Auslaufen des milliardenschweren Anleihenankaufprogramms zur Stützung der US-Wirtschaft. Vor allem erhofften sich viele mehr Klarheit darüber, wann die Fed die Zinsen erhöhen will. Bislang rechnen die Märkte Mitte 2015 mit der Zinswende.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 2582 Werte legten zu, 501 gaben nach, und 112 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 2171 im Plus, 526 im Minus und 126 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 10/32 auf 100-23/32. Die Rendite stieg auf 2,29 Prozent. Der 30-jährige Bond sank um 22/32 auf 101-3/32 und rentierte mit 3,07 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit den Daten zum Verbrauchervertrauen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse New York: Starke Konjunkturdaten beflügeln die Wall Street"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Langfristig performen US Aktien besser als deutsche Wertpapiere.Man braucht sich nur den Dow Jones Total Return hernehmen und über den DAX legen.Der Dow Jones Total Return kommt seit 82 auf einen jährlichen Zuwachs von 15%.Der DAX schafft nur die Hälfte.Vom Vergeich TecDAX früher Neuer Markt genannt und Nasdaq will ich erst gar nicht reden.Da wird das Bild noch krasser.Das liegt daran,dass zum ersten US Firmen produktiver sind als Deutsche und zum Zweiten daran,dass die Aktienkultur in den Vereinigten Staaten eine andere ist.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%