Börse New York
Starke Nebenwerte bescheren US-Börsen Gewinne

Entgegen der Erwartungen beendeten die wichtigsten US-Indizes den Freitag im Plus. Mit Abstand größter Tagesverlierer an der Wall Street war der Ringkampf-Veranstalter World Wrestling - das Papier brach um 43 Prozent in.
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New York Dank einer Erholung der zuletzt stark gebeutelten Nebenwerte haben es die US-Börsen am Freitag zum Wochenausklang doch noch in die Gewinnzone geschafft. Händler zeigten sich erleichtert über die Trendwende im späten Handel. "Der Markt hat standgehalten und ist nicht eingebrochen. Jeder dachte, heute wird wieder ein verlustreicher Tag wie gestern - aber tatsächlich ging es überhaupt nicht so aus", erklärte Ken Polcari von O'Neil Securities. Im frühen Handel hatten viele Anleger erneut mit Sorgenfalten auf der Stirn auf Firmen aus der zweiten Reihe geblickt, deren Kurse zunächst erneut unter Druck gerieten. Viele Börsianer schlossen nicht aus, dass dies Vorboten für eine Korrektur auf breiter Front nach der Rekordjagd der vergangenen Monate sein könnten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher auf 16.491 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,4 Prozent auf 1877 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 4090 Stellen aus dem Handel. Im Wochenvergleich gab der Dow 0,6 Prozent nach, während der S&P unverändert blieb und die Nasdaq 0,5 Prozent zulegte. Der Dax verabschiedete sich in Frankfurt mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 9629,10 Punkten in das Wochenende und lag damit knapp 200 Zähler unter seinem Rekordhoch vom Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche hielt er sich aber 0,5 Prozent im Plus.

An der Wall Street stand erneut der Russell 2000 im Fokus, der sich schließlich um 0,6 Prozent verbesserte. Der Index, der die Entwicklung kleinerer US-Werte zusammenfasst und als wichtiges Stimmungsbarometer für die gesamte Börsenwelt gilt, liegt seit mehreren Tagen fast zehn Prozent unter seinem Schlussrekord vom 4. März. Ab zehn Prozent wird von einer Marktkorrektur gesprochen. Einige Investoren konnten dieser Entwicklung jedoch auch ihr Gutes abgewinnen. "Die Schwäche im Russel bietet uns die Gelegenheit, diese Namen mit einem Rabatt zu kaufen und bringt sie auf Kurs für eine gesunde Erholung im weiteren Jahresverlauf", erklärte Jerry Harris vom Wertpapierhändler Sterne Agee.

Die größten Bewegungen bei den Einzelwerten wurden von Geschäftszahlen geprägt. So schossen JCPenney -Aktien um 16 Prozent in die Höhe. Dank der Rückbesinnung auf das ursprüngliche Warenangebot steigerte der Einzelhändler seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal um gut sechs Prozent. Den Versuch, höherpreisige Produkte anzubieten, hatte JCPenney 2012 mit einem 25-prozentigen Umsatzeinbruch bezahlt.

Um 43 Prozent brachen die Titel von World Wrestling ein, weil der Unterhaltungskonzern mit dem Schwerpunkt Ringkämpfe die Anleger mit seinem Geschäftsausblick schwer enttäuschte.

Die Aktien von General Motors gaben nach der Bekanntgabe einer Höchststrafe von 35 Millionen Dollar für den zaghaften Umgang mit einer tödlichen Pannenserie 1,0 Prozent nach. Börsianer hatten offenbar mit schlimmeren Konsequenzen gerechnet, weil die Aktie kurz vor der Bekanntgabe noch zwei Prozent an Wert verloren hatte.

Die Papiere von Verizon legten 2,3 Prozent zu. Die Holding Berkshire Hathaway des Investors Warren Buffett hat ihren Anteil an dem Telekom-Konzern aufgestockt. Buffett wird ein gutes Händchen bei Investments nachgesagt. Andere Anleger springen deshalb häufig auf den Zug auf. Das treibt die Kurse.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,77 Milliarden Aktien den Besitzer. 2039 Werte legten zu, 981 gaben nach und 116 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,73 Milliarden Aktien 1594 im Plus, 1019 im Minus und 125 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die Kurse leicht nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen sanken 5/32 auf 99-26/32. Sie rentierten mit 2,52 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 2/32 nach auf 100-20/32 und hatten eine Rendite von 3,34 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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