Börse New York
Starke Unternehmenszahlen treiben Handel an

Der erste Ebola-Fall in New York sorgt für Unbehagen, aber offenbar nicht für größere Verunsicherung. Starke Unternehmenszahlen haben die US-Börsen angetrieben. Positive Nachrichten gibt es auch vom Immobilienmarkt.
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New YorkStarke Quartalszahlen unter anderem von Microsoft haben die US-Börsen am Freitag angetrieben. Da es zuletzt auch bis auf Mittwoch nach dem Anschlag in Kanada teils kräftig bergauf gegangen war, konnte der S&P-Index in dieser Woche insgesamt 4,1 Prozent zulegen - der stärkste Wochenzuwachs seit Anfang 2013.

Zwar waren die Anleger wegen des Ebola-Falls am Freitag zunächst verunsichert. Die Behörden gaben aber vorsichtig optimistische Signale. Die Aussicht, dass Ebola in den Griff zu bekommen sei, habe Anleger beruhigt, sagte Peter Kenney, Marktstratege der Anlagefirma Clearpool Group in New York. Investoren könnten sich daher auf Bilanzen und Wirtschaftsdaten konzentrieren. Beide seien erfreulich. So stieg der Absatz von Einfamilienhäusern in den USA auf den höchsten Stand seit Juli 2008.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent fester mit 16.805 Punkten nur knapp unter Tageshoch. Im Verlauf war er zwischen 16.649 und 16.811 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,7 Prozent auf 1964 Zähler. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,7 Prozent zu auf 4483 Stellen.

In Frankfurt hatte der Dax 0,66 Prozent nachgegeben auf 8987 Punkte. Der Software-Konzern Microsoft konnte seinen Umsatz überraschend deutlich steigern und wurde mit einem Kursplus von 2,5 Prozent belohnt. Auch der Konsumgütergigant P&G überzeugte. Die Anteilsscheine legten 2,3 Prozent zu. Steil bergab ging es für Amazon, nachdem Bilanz und Ausblick enttäuschten. Die Aktie verlor 8,3 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,72 Milliarden Aktien den Besitzer. 1903 Werte legten zu, 1155 gaben nach und 132 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1501 im Plus, 1151 im Minus und 154 unverändert.

US-Staatsanleihen notierten kaum verändert. Nachdem sich die Einschätzung durchgesetzt habe, dass Ebola sich in den USA zunächst nicht ausbreiten werde, sei von den Anlegern auch kein "sicherer Hafen" mehr gesucht worden, erklärten Händler. Die zehnjährigen Staatsanleihen verbesserten sich um 2/32 auf 100-30/32. Sie rentierten mit 2,268 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 4/32 auf 101-21/32 und hatten eine Rendite von 3,040 Prozent.

Der Kurs des Euro lag zuletzt bei 1,2669 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2659 (Donnerstag: 1,2669) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7900 (0,7893) Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Der Dow läuft wieder Richtung ATH.Und dabei ist das nur der Kursindex.Der Unterschied zum DAX wird erst im Dow Total Return sichtbar.Besonders deutlich wird das,wenn man beide Performance Indizes miteinander vergleicht.

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