Börse New York: Starke Verluste an der Wall Street

Börse New York
Starke Verluste an der Wall Street

Auch die amerikanischen Börsen gerieten zum Wochenstart unter Druck. Die wichtigsten Indizes lagen am Montag an der New Yorker Wall Street deutlich im Minus. Gefragt waren dagegen US-Staatsanleihen und Gold.

BangaloreDie Krise auf dem Ölmarkt und ein Kursrückgang bei Technologieaktien haben Investoren an der Wall Street am Montag die Stimmung verdorben. Gefragt waren dagegen als sicher empfundene Anlagen wie US-Staatsanleihen oder Gold. Die Ölnachfrage gilt als Anzeiger für die Gesundheit der Weltwirtschaft. Anleger beobachten deswegen die Bewegungen auf dem Rohstoffmarkt sehr aufmerksam.

Der Dow-Jones-Index schloss um 1,1 Prozent tiefer auf 16.027 Punkten. Beim breiter aufgestellten S&P 500 betrug das Minus 1,4 Prozent auf 1853 Zähler. Der Nasdaq, der viele Technologiewerte enthält, sank sogar um 1,8 Prozent auf 4283 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Minus von 3,3 Prozent erstmals seit Oktober 2014 unter der Marke von 9000 Punkten.

Den Energiepreisverfall bekommt etwa die Erdgasfirma Chesapeake Energy zu spüren. Die Aktien gaben aus Furcht vor einer Umschuldung um 33 Prozent nach. Chesapeake will nach eigener Darstellung aber keine Insolvenz anmelden.

Unterdessen ging der Ausverkauf bei IT-Aktien weiter. Investoren gingen dabei nach dem Motto "Erst schießen, dann fragen" vor, sagte der Aktienexperte Michael James vom Broker Wedbush Securities. Betroffen waren unter anderem Firmen, die Unternehmenskunden mit Cloud-Anwendungen helfen. Die Anteilsscheine des SAP -Konkurrenten Salesforce.com fielen um 7,6 Prozent. Aber auch bekanntere Unternehmen wie Facebook (minus 4,1 Prozent) oder Amazon.com (minus 2,8 Prozent) waren gegen den Ausverkauf nicht immun.

Die Unsicherheit über die Zinspolitik der US-Notenbank wirkte sich indes auf Finanzkonzerne aus. So gaben Papiere von Goldman Sachs um 4,6 Prozent nach.

Yelp -Aktien brachen um mehr als elf Prozent ein, obwohl der Betreiber des Internet-Bewertungsportals seinen Umsatz im vierten Quartal um 40 Prozent gesteigert hatte. Das Unternehmen teilte zudem mit, dass Finanzchef Rob Krolik abtrete.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,35 Milliarden Aktien den Besitzer. 619 Werte legten zu, 2484 gaben nach, und 84 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,68 Milliarden Aktien 804 im Plus, 2029 im Minus und 125 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 30/32 auf 104-16/32. Die Rendite sank auf 1,75 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 2-11/32 auf 108-27/32 und rentierte mit 2,57 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%