Börse New York
Steigende Ölpreise treiben US-Börsen an

Die Stabilisierung der Ölpreise lässt viele Aktionäre an die Wall Street zurückkehren. Doch wichtiger als das Rohöl ist die Fed. Die US-Notenbank dürfte morgen die erste Zinsanhebung seit fast zehn Jahren verkünden.

New YorkDie Erholung des Ölpreises hat die Wall Street am Dienstag gestützt. Zudem richteten die Händler ihren Blick auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch, sagten Börsianer. Allgemein wird erwartet, dass die Fed angesichts einer robusten Konjunktur die US-Zinsen erstmals seit fast zehn Jahren wieder anheben wird. Viele Investoren warten zudem mit Spannung auf Hinweise der Fed, wie schnell weitere Anhebungen erfolgen könnten und wie hoch die Zinsen wohl Ende 2016 liegen werden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent höher bei 17.524 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,1 Prozent auf 2043 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq um 0,9 Prozent auf 4995 Stellen.

Schon am Montag hatten die US-Börsen zugelegt, nachdem sich der Ölpreis im Handelsverlauf stabilisierte. Am Dienstag verteuerte sich Öl der Nordsee-Sorte Brent dann um weitere 1,1 Prozent auf 38,33 Dollar je Fass. Die Aussicht auf ein weiter bestehendes Überangebot hatte den Preis seit Monatsbeginn um rund 15 Prozent absacken lassen. Öl kostet inzwischen nur noch ein rund Drittel der 115 Dollar, die noch Mitte 2014 für ein Fass (159 Liter) gezahlt werden mussten.

Die Ratingagentur Moody's kappte am Dienstag ihre Ölpreis-Prognose für das kommende Jahr und rechnet nun mit einem Brent-Preis 43 Dollar - zehn Dollar weniger als bisher erwartet. Auch 2016 werde es ein Überangebot geben, begründete die Agentur ihren Schritt. 2017 und 2018 rechnet Moody's dann wieder mit einem Preisanstieg um je fünf Dollar.

Bei den Einzelwerten stand unter anderem 3M im Fokus. Der Mischkonzern, zu dem Scotch-Klebeband und Post-it-Zettel, aber auch Produkte für Autobauer gehören, kappte seine Prognosen für das laufende Jahr. Grund sei die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Aktie verlor mehr als sechs Prozent.

Gefragt waren dagegen Anteilsscheine von Qualcomm mit einem Kuraufschlag von 2,5 Prozent. Der angeschlagene US-Chipkonzern will sich nicht wie von einem Großaktionär gefordert aufspalten.

In Frankfurt gewann der Dax mehr als drei Prozent auf 10.450,38 Punkte. Der EuroStoxx50 erhöhte sich ebenfalls um gut drei Prozent auf 3241,51 Punkte. Das ist für beide der größte Tagesgewinn seit etwa dreieinhalb Monaten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 980 Millionen Aktien den Besitzer. 2463 Werte legten zu, 665 gaben nach und 86 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,04 Milliarden Aktien 2018 im Plus, 854 im Minus und 129 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 13/32 auf 99-26/32. Die Rendite stieg auf 2,271 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 21/32 auf 100-4/32 und rentierte mit 2,994 Prozent. Händler begründeten die Abschläge mit dem Anstieg der US-Verbraucherpreise. Sie kletterten im November zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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