Börse New York: Steigender Ölpreis hilft Wall Street auf die Sprünge

Börse New York
Steigender Ölpreis hilft Wall Street auf die Sprünge

Die Erholung auf den Rohstoffmärkten setzt sich an den US-Börsen fort. Die Wall Street hat den Handel am Montag mit deutlichem Plus beendet. Für gute Stimmung sorgte der Bericht der Energieagentur IEA zur US-Ölförderung.

BangaloreDie Wall Street hat am Montag von einer Stabilisierung der Rohstoffmärkte profitiert. Viele Investoren sahen einen günstigen Zeitpunkt, um sich nach den Kurseinbußen seit Jahresbeginn wieder mit Aktien einzudecken. Die Verluste der vergangenen Wochen seien übertrieben gewesen, sagte Portfoliomanager Aaron Clark von der Anlagefirma GW&K Investment Management. Die Aktienmarktturbulenzen hätten zuletzt die Sorge um die Weltwirtschaft noch verstärkt.

Als Gradmesser für die globalen Wachstumsaussichten gilt derzeit insbesondere die Entwicklung der Ölpreise. Diese zogen zu Wochenbeginn wieder deutlich an. Ein wichtiger Grund waren Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA), wonach die US-Förderung von Schiefer-Öl 2016 und 2017 unter dem Druck des Preiskampfes sinken wird.

Der Dow-Jones-Index schloss 1,4 Prozent fester auf rund 16.621 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte um gut 1,4 Prozent auf über 1945 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann um 1,5 Prozent auf knapp 4571 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax knapp zwei Prozent fester auf rund 9574 Punkten.

An der Wall Street standen vor allem Rohstoffaktien im Blick. Der Sektorindex stieg 1,9 Prozent. Der Börsenwert des Bergbaukonzerns Freeport-McMoran schoss sogar 14,6 Prozent in die Höhe.

Die Titel der Ölkonzerne zogen dank der Ölpreisentwicklung mehrheitlich an: Für ConocoPhillips ging es um 4,81 Prozent hoch und Chevron legten um 2,68 Prozent zu. Dagegen schlossen die Titel von Chevrons Dow-Jones-Nachbar ExxonMobil knapp im Minus. Die Aktien der Ölfeld-Dienstleister Halliburton und Schlumberger gewannen 4,81 beziehungsweise 2,06 Prozent.

Die Titel von United Technologies zogen dank Übernahmehoffnungen an der Dow-Spitze um 4,69 Prozent an. Der Technologiekonzern habe mit dem Mischkonzern Honeywell International in den vergangenen zwei Wochen über ein Zusammengehen gesprochen, berichtet der US-Fernsehsender CNBC unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.

Zu den Gewinnern zählten ferner Krankenversicherer. UnitedHealth, Anthem und Humana stiegen zwischen drei und vier Prozent. Die US-Regierung will die Zahlungen an Krankenversicherer erhöhen, die besondere Angebote für Ältere und Behinderte bereithalten.

Die Goldman-Sachs-Aktie stieg 1,3 Prozent. Die Großbank rechnet inzwischen nur noch mit zwei Milliarden Dollar an Kosten für Rechtsstreitigkeiten. Im November hatte sie noch kalkuliert, zusätzlich zu bereits zurückgelegtem Geld 5,3 Milliarden Dollar zu brauchen.

Im Technologiesektor setzten die Titel des Elektroauto-Pioniers Tesla ihre jüngst unterbrochene Erholungsrally fort: Mit plus 6,70 Prozent waren sie Spitzenreiter im Nasdaq 100.

Auch die Yahoo-Aktien entwickelten sich mit einem Anstieg um 3,76 Prozent klar besser als der Auswahlindex. Der kriselnde Internet-Pioneer will der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge Kontakt zu möglichen Bietern aufnehmen. Dazu gehörten unter anderem Verizon Communications, Comcast oder auch AT&T.

Yahoo hatte am Freitag mitgeteilt, Finanzberater angeheuert zu haben, um die eigenen strategischen Optionen auszuloten. Anfang Februar hatte sich das Unternehmen selbst zum Verkauf gestellt. Für Comcast ging es um 0,67 Prozent hoch. Ebenfalls bescheiden fielen die Kursgewinne bei AT&T sowie Verizon aus: Deren Aktien stiegen um 0,77 beziehungsweise 0,41 Prozent.

Die Aktien von Allergan gewannen 3,65 Prozent, nachdem der Botox-Hersteller im vierten Geschäftsquartal die Erwartungen der Analysten beim Umsatz leicht und beim Ergebnis deutlich übertroffen hatte.

Der Euro kostete im New Yorker Handel 1,1030 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1026 (Freitag: 1,1096) Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,9070 (0,9012) Euro.

An der New Yorker Börse wechselten rund eine Milliarde Aktien den Besitzer. 2389 Werte legten zu, 676 gaben nach und 105 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 1974 im Plus, 829 im Minus und 146 unverändert. Wegen der Kursgewinne an den Börsen waren die US-Kreditmärkte weniger als sicherer Anlagehafen gefragt. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 3/32 auf 98-25/32. Die Rendite stieg auf 1,76 Prozent. Der 30-jährige Bond fiel um 3/32 auf 97-23/32 und rentierte mit 2,61 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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