Börse New York: Steigender Ölpreis zieht US-Märkte nach oben

Börse New York
Steigender Ölpreis zieht US-Märkte nach oben

An den amerikanischen Börsen geht es zum Wochenschluss wieder in die Höhe. Dabei hilft ihnen nicht nur der wieder steigende Ölpreis. Auch die Aussicht auf EZB-Geldspritzen sorgt für gute Stimmung.

New YorkDie Wall Street hat zum Wochenschluss Gewinne verbucht. Der Kälteeinbruch in Europa und den USA ließ den Bedarf an Heizöl und damit die lange gebeutelten Ölpreise steigen. Dieser Trend wiederum sorgte für gute Stimmung am Aktienmarkt. Auch die Aussicht auf zusätzliche Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) erfreute die New Yorker Anleger. EZB-Chef Mario Draghi unterstrich am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos seine Bereitschaft, im Kampf gegen die aus seiner Sicht viel zu niedrige Inflation nicht nachzulassen. Bereits am Donnerstag hatte er die Tür für eine weitere Lockerung der Geldpolitik im März weit aufgestoßen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss im New Yorker Handel knapp mit 16.093 Punkten um 1,3 Prozent höher. Der breiter gefasste S&P-500 gewann zwei Prozent auf 1906 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 2,6 Prozent auf 4590 Stellen. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax zwei Prozent fester mit 9764 Punkten ins Wochenende.

In den vergangenen Wochen hatte der rasante Preisverfall beim Öl den Börsen weltweit einen deutlichen Dämpfer versetzt. Bereits am Donnerstag gingen die Ölpreise aber auf Erholungskurs, der sich im Zuge der jüngsten Kältewelle auch am Freitag fortsetzte. Der Preis für die richtungsweisende Nordsee-Sorte Brent stieg um fast acht Prozent auf 31,49 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Rohöl legte über sieben Prozent auf 31,64 Dollar zu.

Am Aktienmarkt stachen American-Express -Titel hervor. Das Papier verlor über zwölf Prozent an Wert, nachdem der Kreditkartenanbieter einen Gewinneinbruch bekanntgegeben hatte. Die Anteilsscheine von General Electric büßten fast zwei Prozent ein. Die Folgen der bis vor kurzem noch ungebremsten Talfahrt der Ölpreise machen dem Siemens -Rivalen zu schaffen: Im abgelaufenen Quartal ging der operative Gewinn im Industriegeschäft um acht Prozent auf 5,52 Milliarden Dollar zurück. Dagegen legten die Anteilsscheine von Energieriesen wie Exxon oder Chevron jeweils rund zwei Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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