Börse New York

Stimmung an der Wall Street (fast) ungetrübt

Die Laune der US-Händler bleibt prächtig. Obschon sich die Indizes uneinheitlich aus dem Handel verabschiedeten, ging die Rekordjagd am Tag weiter. Der Atom-Deal mit Iran und ein Rekord eines Mega-Retailers stützten.
Update: 26.11.2013 - 01:03 Uhr Kommentieren

Wie der Wall-Street-Handel lief

New YorkDer Durchbruch im Atomstreit mit dem Iran hat zu Wochenbeginn die Wall Street gestützt. Investoren reagierten am Montag erleichtert darauf, dass es den fünf UN-Vetomächten und Deutschland gelungen ist, sich mit dem Land auf ein Übergangsabkommen zur teilweisen Aussetzung des iranischen Atomprogramms zu einigen. „Weniger Spannungen im Nahen Osten - das ist immer positiv“, sagte Jeff Duncan, Chef von Duncan Financial Management. Er verwies auf die sinkenden Preise an den Energiemärkten. Für die Verbraucher wirke dies wie eine Steuererleichterung unmittelbar vor dem Weihnachtsgeschäft. „Das kommt der Wirtschaft zugute“, sagte Duncan.

Börsianer stellten sich auf eine handelsschwache Woche ein. Sie ist verkürzt, weil am Donnerstag wegen des Feiertags Thanksgiving die Märkte geschlossen bleiben und der Handel am Freitag früher beendet wird als üblich. Analysten halten es für möglich, dass die Rekordjagd an den US-Aktienmärkten noch nicht zu Ende ist. "Es ist nicht überraschend, dass viele Investoren sich fragen, ob nun ein Rückschlag ansteht. Nach unserer Einschätzung ist die Antwort ganz klar: nein", sagte Marktstratege Jonathan Golub von RBC Capital Markets.

Diese Aktien profitieren vom Zinstief

LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005470405
Börse
Xetra

+0,32 +0,44%
+73,06€
Chart von LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Lanxess
1 von 10

Lanxess (Deutschland, Chemie)

Die Chemie gilt traditionell als zyklisches Geschäft. Wenn die Notenbanken mit niedrigen Zinsen die Konjunktur ankurbeln, profitiert die Branche. Der Kölner Spezialchemiekonzern Lanxess ist stark auf Kautschuk spezialisiert. Wegen fallender Preise ließ der Kurs in den vergangenen Monaten zu wünschen übrig. Der Gewinn je Aktie fiel 2013 von 6,66 Euro  auf 1,51 Euro. Doch inzwischen konnte Lanxess die Preise für Naturkautschuk sogar erhöhen – gegen den Trend der Chemiebranche.

Analysten erwarten im nächsten Jahr eine Verdopplung des Gewinns. Für Fantasie sorgen zudem neue energieeffiziente Lkw-Reifen aus Naturkautschuk. Der TÜV führte unlängst einen  Test durch, der bestätigt, dass sich damit  Sprit sparen lässt. Das Ergebnis dürfte den Absatz ankurbeln  und eröffnet neue Chancen für die Aktie.

SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007164600
Börse
Xetra

-0,02 -0,02%
+92,89€
Chart von SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.
SAP
2 von 10

SAP (Deutschland,  Software)

Der Softwarespezialist aus Baden Württemberg ist eigentlich dafür bekannt vor allem in der Krise zu punkten. Denn der Konzern ist auf Software für das Controlling spezialisiert. Und in die Zahlenfüchse investieren die meisten Unternehmen vor allem, wenn es knapp wird.

Doch das Unternehmen ist in weiteren Wachstumssegmenten hervorragend positioniert. So erwirtschaftet SAP im  Segment Cloud-Computing bereits eine Milliarde Umsatz. Ebenso viel Geld spült eine neue Technologie in die Kasse, die angesichts der NSA-Affäre an Brisanz gewinnt. Mit einem speziellen Datenbanksystem können Unternehmen Informationen abhörsicher speichern.

BNP PARIBAS S.A. ACTIONS PORT. EO 2

WKN
ISIN
FR0000131104
Börse
Xetra

+0,03 +0,04%
+67,53€
Chart von BNP PARIBAS S.A. ACTIONS PORT. EO 2
BNP Paribas
3 von 10

BNP Paribas (Frankreich, Finanzdienstleistungen)

Der Kurs des französischen Finanzinstituts hat sich in den vergangenen zwölf Monaten zwar bereits verdoppelt. Doch BNP Paribas gilt mit einem KGV von acht immer noch als stark unterbewertet.

Unter den Finanzwerten zählt die Aktie zu den Lieblingen von Analysten und Fondsmanagern. Ein Grund: Das Haus war im Gegensatz zur Deutschen Bank oder zur Royal Bank of Scotland nicht in die jüngsten zahlreichen Zinsempfehlungen verwickelt. Zudem hat die Bank das Kernkapital gestärkt und kann nach Meinung der Analysten 2014 und 2015 sein Gewinn zweistellig steigern.

BILFINGER

WKN
ISIN
DE0005909006
Börse
Xetra

+0,82 +2,03%
+41,14€
Chart von BILFINGER
Bilfinger
4 von 10

Bilfinger (Deutschland, Bau)

Die  Aktie des Bau- und Industriedienstleister Bilfinger hat sich im vergangenen Jahr unterdurchschnittlich entwickelt. Inzwischen steht sie jedoch bei vielen Analysten auf „Kaufen“. Denn in Deutschland und in Großbritannien sei eine wirtschaftliche Erholung bereits deutlich spürbar, berichtet Goldman Sachs. 

Die Experten sehen aber auch Impulse für die Bauwirtschaft in den USA . Wenn durch die Zinssenkung das Wachstum in weiteren europäischen Ländern anspringt, steigen die Erwartungen für Bilfinger weiter.

VIENNA INSURANCE GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
AT0000908504
Börse
Xetra

-0,24 -0,84%
+28,34€
Chart von VIENNA INSURANCE GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.
Vienna Insurance Group
5 von 10

Vienna Insurance Group (Österreich, Finanzdienstleistungen)

Der Finanzkonzern ist nicht nur in Österreich, sondern auch in Osteuropa gut aufgestellt. Das sorgt bei einem insgesamt soliden Ergebnis für Wachstumsphantasie...

SULZER AG NAMENS-AKTIEN SF -,01

WKN
ISIN
CH0038388911
Börse
Xetra

-1,20 -1,02%
+116,40€
Chart von SULZER AG NAMENS-AKTIEN SF -,01
Sulzer
6 von 10

Sulzer (Schweiz, Maschinenbau)

Beim Schweizer Maschinenbaukonzern füllen sich  in vielen Geschäftsbereichen wieder die Auftragsbücher. Die Branche zählt zu den Spätzyklikern und traditionell dauert es bei anziehendem Wachstum  etwas länger bis der Maschinenbau profitiert. Doch Sulzer ist solide aufgestellt und bietet schon jetzt  ein attraktives Verhältnis von Risiko und Chance.

SANOFI S.A. ACTIONS PORT. EO 2

WKN
ISIN
FR0000120578
Börse
Xetra

+0,75 +1,05%
+71,86€
Chart von SANOFI S.A. ACTIONS PORT. EO 2
Sanofi
7 von 10

Sanofi (Frankreich, Chemie)

Der französische Pharmakonzern hat seine Jahresprognose zwar unlängst nach unten korrigiert. Allerdings ist es nach Ansicht der Analysten der Deutschen Bank Zeit die Pharmabranche wieder höher einzuschätzen. Die Zeit, als viele alte Patente ausliefen, habe Sanofi gut überstanden. Jetzt sei die Rückkehr zu Wachstum vorhersehbar.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 16.109 und einem Tief von 16.055 Punkten. Er schloss 0,1 Prozent im Plus bei 16.072 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging dagegen 0,1 Prozent leichter bei 1802 Zählern aus dem Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verabschiedete sich 0,1 Prozent höher auf einem Stand von 3994 Stellen, nachdem das Börsenbarometer im Verlauf zum ersten Mal seit 13 Jahren die Marke von 4000 Punkten überschritten hatte. In Frankfurt kletterte der Dax um 0,9 Prozent auf 9299,95 Zähler und schloss damit so hoch wie noch nie.

Im Blick standen Energiewerte, die im Sog sinkender Ölpreise teils deutliche Kursverluste verzeichneten. WPX Energy rutschten 0,2 Prozent ab, Newfield Exploration 3,5 Prozent.

Zu den Gewinnern zählten hingegen Wal-Mart, die sich um 0,8 Prozent verteuerten, nachdem sie zuvor auf ein Allzeithoch von 80,57 Dollar gestiegen waren. Der Einzelhandelskonzern kündigte einen Chefwechsel zum 1. Februar an.

Johnson & Johnson profitierten von der Zulassung eines neuen Medikaments gegen Hepatitis C und stiegen um 0,4 Prozent.

Alcoa zogen um 3,8 Prozent an, nachdem Goldman Sachs die Aktien zum Kauf empfohlen hatte.

An der Nasdaq fielen die Aktien des Chipherstellers Qualcomm um 0,6 Prozent. Chinesische Kartellbehörden ordneten eine Untersuchung wegen angeblicher Preisabsprachen an. Qualcomm erklärte, sich keiner Gesetzesverstöße bewusst zu sein, und kündigte an, mit den Behörden zu kooperieren.

Für Gespräche sorgte auch ein Wechsel an der Spitze der US-Technologiebörse. Der Nasdaq muss sich nach einem neuen Kandidaten für den Chefposten umsehen. Der bisher als interner Favorit für die Nachfolge von Robert Greifeld gehandelte Eric Noll kehrt dem Unternehmen den Rücken und heuert als Chef der Brokerage-Firma ConvergEx an, wie Nasdaq OMX am Montag mitteilte.

  • rtr
  • dpa
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