Börse New York
S&P 500 klettert auf Rekordhoch

Die Freude über die Einigung im Haushaltsstreit hat an den US-Börsen weitgehend für gute Stimmung gesorgt. Der S&P 500 schloss auf einem Allzeithoch. Die Quartalszahlen von IBM waren allerdings schwach.
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New YorkDie Einigung im US-Haushaltsstreit hat an den US-Börsen für überwiegend gute Stimmung gesorgt und den S&P-500-Index auf den höchsten Stand seiner Geschichte getrieben. Schwache Quartalszahlen von IBM verhinderten aber steigende Kurse auch beim Standardwerte-Index Dow Jones. Händler sagten, da sich der Haushaltsstreit lange hingezogen habe, werde die US-Notenbank ihre Konjunkturhilfen wohl nicht so schnell zurückfahren wie noch vor Wochen erwartet. Das stütze die Kurse. Allerdings werde es nach IBM und eBay wohl noch weitere Firmen geben, die enttäuschende Geschäftszahlen oder Prognosen vorlegten.

Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Abschlag von zwei Punkten bei 15.371 Zählern. Im Verlauf pendelte er zwischen 15.229 und 15.376 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 stieg hingegen um 0,7 Prozent auf 1733 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,6 Prozent auf 3863 Stellen zu. In Frankfurt hatte der Dax 0,4 Prozent leichter bei 8811 Punkten geschlossen.

IBM bereitet ein schwaches Geschäft mit Großrechnern und die schwindende Nachfrage aus China Probleme. Deshalb sank der Umsatz im abgelaufenen Quartal überraschend stark. Die Aktie verlor 6,4 Prozent.

EBay warnte vor einem mageren US-Weihnachtsgeschäft als Folge des Washingtoner Etatstreits. Obwohl es im dritten Quartal für das Auktionshaus rund lief, gab die Aktie vier Prozent nach.

Auch die oft als Musterschüler geltende Investmentbank Goldman Sachs wurde den Erwartungen nicht gerecht: Der Anleihenhandel schwächelte wegen der Unsicherheiten über den künftigen Kurs der Fed in den Sommermonaten beträchtlich und verhagelte die Bilanz. Die Aktien verloren 2,4 Prozent.

Im Gegensatz dazu kamen die Zahlen von American Express gut an. Firmenkunden nutzen ihre Kreditkarten wieder deutlich häufiger und ermöglichten dem Unternehmen so überraschend gute Zahlen. Die Aktien stiegen um 5,1 Prozent.

Bei Verizon führte ein überraschend starker Geschäftsverlauf zu einem Kursanstieg von 3,5 Prozent und zog auch die Aktien anderer Telekom-Firmen mit nach oben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 760 Millionen Aktien den Besitzer. 2523 Werte legten zu, 489 gaben nach, und 66 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,97 Milliarden Aktien 1714 im Plus, 821 im Minus und 89 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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