Börse New York
Tech-Aktien sorgen für Gewinne

Nach langen Verhandlungen konnte sich der US-Kongress auf einen Haushalt einigen. Das ließ die Kurse an der Wall Street steigen. Apple-Aktien erreichten sogar ein Rekordhoch. Schwache Konjunkturdaten schienen unwichtig.
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New YorkKursanstiege bei Technologie-Aktien haben den US-Börsen am Montag zu Gewinnen verholfen. So erreichten die Apple-Papiere ein Rekordhoch. Schwächere Konjunkturdaten rückten dagegen in den Hintergrund. Die Industrie verlor im April etwas an Fahrt, die Bauausgaben sanken im März unerwartet, der Konsum stagnierte. Gedämpft wurde die Stimmung von Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, wonach er die Aufspaltung der großen Banken prüfen wolle. "Auch wenn wir mit einem Schwung schwächerer Wirtschaftszahlen in die Woche starten, könnten sich die Märkte wieder den Firmendaten zuwenden, zumal die Geschäftszahlen gut ausfallen", sagte Matt Miskin, Analyst bei John Hancock Investments.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent schwächer bei 20.913 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann dagegen 0,2 Prozent auf 2388 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,7 Prozent zu auf knapp 6092 Stellen und erreichte damit ein Rekordhoch. In Europa waren die Börsen wegen des Mai-Feiertags geschlossen.

Für gute Stimmung in den USA sorgte auch die Einigung im US-Haushaltsstreit. Republikaner und Demokraten verständigten sich nach wochenlangen Verhandlungen in der Nacht auf einen Kompromiss im Volumen von etwa einer Billion Dollar, ohne den dem Bund die Zahlungsunfähigkeit gedroht hätte.

Die Titel von Twitter legten sechs Prozent zu. Sie wurden durch einen Zeitungsbericht beflügelt, wonach der Kurznachrichtendienst eine Partnerschaft mit dem Medienunternehmen Bloomberg vereinbart hat. Die Vereinbarung sieht vor, dass eigens für Twitter produzierte Nachrichten über den Dienst veröffentlicht werden, wie das "Wall Street Journal" berichtete.

Die Apple-Papiere notierten gut zwei Prozent höher und erreichten zeitweise ein Rekordhoch von 147,20 Dollar. Der Konzern legt am Dienstag Geschäftszahlen vor.

Ein milliardenschwerer Bieterkampf beflügelte den Fernsehanbieter Tribune Media. Insidern zufolge erwägt Twenty-First Century Fox wie bereits andere Interessenten den Kauf des Unternehmens.. Die Aktien von Tribune Media legten knapp sechs Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,75 Milliarden Aktien den Besitzer. 1652 Werte legten zu, 1256 gaben nach und 167 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1648 im Plus, 1201 im Minus und 221 unverändert.

An den US-Kreditmärkten drückten die Konjunkturdaten auf die Stimmung. Die zehnjährigen Staatsanleihen fielen um 15/32 auf 99-11/32. Sie rentierten mit 2,325 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 12/32 nach auf 99-28/32 und hatten eine Rendite von 3,007 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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