Börse New York Trump gibt Ford-Aktie Aufwind

An ihrem ersten Handelstag im neuen Jahr überzeugt die Wall Street. Die 20.000-Punkte-Marke – der Dow-Jones-Dauerflirt – ist wieder in Sichtweite. Besonders gut läuft es für Ford-Anleger.
Update: 04.01.2017 - 08:29 Uhr Kommentieren

Ford legt nach Trump-Tweet den Rückwärtsgang ein

Ford legt nach Trump-Tweet den Rückwärtsgang ein

New YorkDie US-Börsen sind mit Gewinnen in das neue Jahr gestartet. Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,6 Prozent höher auf 19.881 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,8 Prozent auf 2257 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 5429 Punkte.

Bei den Einzelwerten standen die Titel des Automobilherstellers Ford im Fokus der Anleger. Nach der scharfen Kritik Trumps streicht Ford eine geplante Milliardeninvestition in Mexiko. Ein 1,6 Milliarden Dollar teures Werk in San Luis Potosi soll nicht gebaut werden. Statt dessen sollen 700 Millionen Dollar in ein Werk im US-Bundesstaat Michigan investiert werden. Ford-Anteilsscheine verteuerten sich um fast vier Prozent.

Das wurde 2016 aus 100.000 Euro
Platz 27: Aktien Nigeria
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Euro-Investoren, die im vergangenen Jahr an der kleinen nigerianischen Börse investierten, machten ein sehr schlechtes Geschäft. Das lag gar nicht mal an den Aktien selbst, der Leitindex Nigeria All Share verlor zwar „nur“ sieben Prozent. Das lag vor allem daran, dass der bevölkerungsreichste afrikanische Staat stark von den Öleinnahmen ist. Doch am 20. Juni gab die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung Naira an den Dollar auf. Die darauf folgende deutliche Abwertung der Währung Naira zu vielen Währungen macht die Aktien aber zum weltweit größten Verlustbringer. Wer Anfang des Jahres theoretisch 100.000 Euro an der Börse in Nigeria investierte, hat jetzt nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Privatanleger können jedoch kaum in Nigeria direkt investieren, es gibt auch keine Zertifikate oder börsengehandelte Indexfonds auf den Nigeria All Share.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 26: Ghana
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Auch gezielte Investitionen an der Börse in Ghana sind für hiesige Privatanleger kaum möglich. Das ist auch gut so. Denn der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, entwickelte sich sehr schlecht. Die agrarisch strukturierte  Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes,  schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein. Von 100.000 in Ghana investierten Euro blieben bis Jahresende nur 77.840 Euro übrig.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

 

Platz 25: Aktien Ägypten
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Noch dramatischer als in Nigeria schlägt in Ägypten die Währungsentwicklung zu Buche. Dort gab die Zentralbank im November den Wechselkurs des ägyptischen Pfunds frei, das daraufhin abstürzte. Das bescherte Anlegern, die im Januar 100.000 Euro in den Leitindex EGX 30 investierten einen Verlust von 20.430 Euro, so dass nur noch 79570 Euro übrig bleiben. Das fast Tragische dabei: Die Abwertung beflügelten den Aktienmarkt. Der EGX 30 selbst gehört in Lokalwährungen gerechnet mit einem Plus von mehr als 70 Prozent zu den weltweit besten Börsen und stieg auf ein Rekordhoch nach dem anderen.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 24: Aktien China
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Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450 Euro übrig.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 23: Britisches Pfund
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Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell. Auf Jahressicht hat der Leitindex Footsie deshalb in Pfund gerechnet über 14 Prozent zugelegt und stieg Ende Dezember sogar auf ein Allzeithoch. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 22: Mexikanischer Peso
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Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro. Mexikos Leitindex IPC legte aber um zumindest rund sechs Prozent zu.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 21: Sparbuch
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Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Schlussstand: 30.12.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Bei den Einzelwerten standen außerdem Finanzkonzerne auf den Kauflisten: So legte die Bank of America um knapp zwei Prozent zu. Hintergrund war eine Mitteilung der Barclays-Analysten, die ihre Kursziele für die Aktien erhöhten. Xerox legten fast 20 Prozent zu. Der Drucker-Spezialist erhält im Rahmen der Abspaltung seiner Dienstleistungssparte Conduent 1,8 Milliarden Dollar in bar. Das Geld solle zum Schuldenabbau genutzt werden.

Für gute Stimmung sorgten am ersten Handelstag von 2017 zudem ermutigende Zahlen von der chinesischen Industrie. Außerdem nahm die US-Industrie im Dezember deutlich Tempo auf und wuchs so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanager-Index stieg überraschend kräftig auf 54,7 Punkte von 53,2 im Vormonat. Das Barometer signalisiert mit mehr als 50 Punkten Wachstum. „Der vierte Anstieg in Folge ist erfreulich“, sagte Ökonom Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba. Dies bestätige das „Szenario eines fortgesetzten Wirtschaftswachstums“.

Auch die Bauausgaben in den USA legten im November stark zu. Sie kletterten um 0,9 Prozent zum Vormonat und erreichten mit 1,18 Billionen Dollar den höchsten Stand seit zehneinhalb Jahren. Der künftige US-Präsident Donald Trump will die Konjunktur in den kommenden Jahren neben Steuersenkungen vor allem mit einem billionenschweren Infrastrukturprogramm beflügeln.

Gestützt auf ermutigende Konjunkturdaten griffen auch Anleger in Europa zu. Der Londoner Auswahlindex FTSE meldete sich am Dienstag mit einem Rekordhoch von 7205,45 Punkten aus dem verlängerten Neujahrswochenende zurück. Der Dax stieg zeitweise auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 11.637,37 Zählern, schloss wegen Gewinnmitnahmen aber 0,1 Prozent im Minus bei 11.584 Stellen. Der EuroStoxx50 gewann dagegen 0,2 Prozent auf 3315 Punkte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 990 Millionen Aktien den Besitzer. 2297 Werte legten zu, 708 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 1851 im Plus, 1034 im Minus und 190 unverändert.

Die US-Kreditmärkte zeigten sich uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 96-3/32. Die Rendite stieg auf 2,4463 Prozent. Der 30-jährige Bond rückte um 6/32 auf 96-24/32 vor und rentierte mit 3,0413 Prozent.

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