Börse New York
Trump schickt Pharma-Aktien in den Keller

Die Furcht vor einem harten Brexit hat die US-Börsen am Dienstag belastet. Äußerungen von Donald Trump über Medikamentenpreise schreckten Anleger von Pharma-Aktien auf. Die großen Indizes schlossen im Minus.
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New YorkKursverluste bei Pharma-Aktien haben die US-Börsen am Dienstag belastet. Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte in der "Washington Post" seine Pläne bekräftigt, bei Medikamenten auf Preissenkungen zu drängen. Pfizer verloren 1,4 Prozent und Celgene 2,2 Prozent.

Auch mit Bankaktien ging es bergab. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Kursrally. Der Index für die Branche hat seit Trumps Wahlsieg vor rund zwei Monaten 17 Prozent zugelegt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer bei 19.826 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,3 Prozent auf 2267 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,6 Prozent auf 5538 Stellen ab. Der Dax hatte 0,1 Prozent tiefer bei 11.540 Punkten geschlossen.

Belastet wurde die Wall Street auch von der Furcht vor einem harten Brexit. Die Ankündigung der britischen Premierministerin Theresa May, mit der Europäischen Union klar zu brechen und den EU-Binnenmarkt zu verlassen, habe die Anleger zunächst verschreckt, sagten Händler.

Etwas ermutigt habe sie aber, dass die Regierung ein Abkommen dem britischen Parlament zur Abstimmung vorlegen wolle. Dies mache Hoffnung, dass der Schnitt mit der EU und seine wirtschaftlichen Folgen doch nicht so hart ausfallen könnten wie befürchtet.

May und Trump hatten mit jüngsten Aussagen vor allem den Devisenmarkt bewegt. Die britische Premierministerin hatte in London einen „harten Brexit“ ohne Zugang Großbritanniens zum EU-Binnenmarkt angekündigt, aber zugleich mit einem Freihandelsabkommen geliebäugelt. Die Folge war eine kräftige Erholung des britischen Pfunds. Trump dagegen kritisierte in einem Interview die Stärke des Dollars und schickte so die US-Währung auf Talfahrt.

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