Börse New York
US-Aktien sacken ins Minus

Wann wirkt sich der starke Dollar auf die Gewinne der US-Unternehmen aus? Diese Frage beschäftigt die Anleger in New York am Montag ebenso wie schwache Konjunkturdaten aus Asien. Die Folge: Kursverluste.
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New YorkNach den Kursgewinnen der vorigen Woche haben die Aktienanleger in den USA am Montag auf die Bremse getreten. Gedämpft wurde die Stimmung durch Handelszahlen aus China, die laut Analysten auf eine Konjunkturabkühlung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hindeuteten. Zugleich verschärft sich die Rezession in Japan.

Kopfschmerzen bereitete auch die Kreditwürdigkeit Italiens, nachdem die US-Ratingagentur S&P ihre Bewertung gesenkt hat. Die wichtigsten Indizes liegen aber noch immer in der Nähe ihrer jüngsten Rekordwerte.

Börsianer rätselten zudem, wann der starke Anstieg des Dollar sich auf die Unternehmensgewinne auswirken werde. Wegen der anhaltenden Spekulationen auf eine Zinswende der Notenbank in der weltgrößten Volkswirtschaft legt der Dollar derzeit kontinuierlich zu.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer auf 17.852 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 0,7 Prozent auf 2060 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,8 Prozent auf 4740 Punkte nach. Auch in Frankfurt ließen Anleger Vorsicht walten. Der Dax verlor 0,7 Prozent auf 10.014,99 Zähler, der EuroStoxx50 0,8 Prozent.

Bei den Einzelwerten stand in New York vor allem die milliardenschwere Übernahme des Antibiotika-Produzenten Cubist durch den Pharma-Riesen Merck & Co im Mittelpunkt. Cubist-Aktien verteuerten sich um 35 Prozent, während Merck-Titel nur leicht um 0,6 Prozent zulegten.

McDonald's erschreckt Anleger mit Gewinnwarnung

Papiere von McDonald's verloren knapp vier Prozent. Die Fastfood-Kette musste im November einen überraschend starken Umsatzrückgang hinnehmen. Das Minus von 2,2 Prozent in etablierten Filialen drohe die Renditen im laufenden Geschäftsquartal zu schmälern, warnte der Konzern. Neben der Absatzschwäche in den USA, wo jüngere Kunden immer stärker auf Bio-Fastfood der Konkurrenz setzen, kämpft McDonald's weiter mit den Folgen eines Gammelfleisch-Skandals in China.

Weiter in den Keller ging es mit den Ölpreisen: Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um bis zu 4,1 Prozent auf 66,22 Dollar je Barrel (159 Liter) und notierte damit so niedrig wie zuletzt Anfang Oktober 2009. Die Analysten von Morgan Stanley hatten prognostiziert, dass der Ölpreis im nächsten Jahr bis auf 43 Dollar abstürzen könnte.

Mit dem Ölpreis rutschten nun die Papiere des Ölkonzerns Chevron im Dow um 3,67 Prozent auf 106,80 US-Dollar ab, die Aktien von ExxonMobil verloren 2,26 Prozent. Im S&P-500-Index ließen die Öldienstleister kräftig Federn. Am Indexende brachen die Aktien von Denbury Resources um 10,09 Prozent ein, Newfield Exploration gaben 8,47 Prozent ab. Schlumberger-Titel fielen um 3,38 Prozent, Halliburton-Aktien um 4,41 Prozent.

Der Euro stabilisierte sich im New Yorker Geschäft und wurde bei 1,2315 Dollar gehandelt. In Europa war die Gemeinschaftswährung bis auf 1,2247 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit August 2012 gefallen. An der New York Stock Exchange wechselten rund 810 Millionen Aktien den Besitzer. 919 Werte legten zu, 2180 gaben nach und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,96 Milliarden Aktien 699 im Plus, 2048 im Minus und 117 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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