Börse New York
US-Aktienmarkt trotzt miserablen Jobdaten

Was zu Handelsbeginn einer echten Berg- und Talfahrt glich, pendelt sich am Ende im Plus ein: Die US-Börsen schlossen trotz einer überraschend hohen US-Arbeitslosigkeit am Freitag mit leichten Gewinnen. Zu den Verlierern zählte der einst weltgrößte Versicherer AIG.
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HB NEW YORK. Die Arbeitslosenquote lag im Oktober mit 10,2 Prozent auf dem höchsten Stand seit mehr als 26 Jahren, was die Kurse anfänglich belastete. Im weiteren Handelsverlauf rückte für die Anleger aber in den Vordergrund, dass sich der Jobabbau verlangsamt hat. Zudem sorgten einige positive Analystenkommentare für Unterstützung. Unter anderem trauen Analysten dem Kurs des US-Mischkonzerns und Börsenschwergewichts General Electric eine überdurchschnittliche Entwicklung zu.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent fester bei 10 023 Zählern, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 9936 und 10 044 Punkten gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,3 Prozent auf 1069 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2112 Punkte. Für die gesamte Handelswoche ergibt sich damit ein Plus von 3,2 Prozent beim Dow und beim S&P. Der Nasdaq-Index legte in dem Zeitraum 3,1 Prozent zu. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging in Frankfurt am Freitag mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 5488 Zählern aus dem Handel.

In den USA fielen im Oktober 190 000 Jobs weg. Von Reuters befragte Analysten hatten ein Minus von 175 000 erwartet. Dennoch hat der Stellenabbau erneut an Schärfe verloren: Zum Höhepunkt der Krise im Januar waren fast eine dreiviertel Million Arbeitsplätze verloren gegangen, im September waren es noch 219 000.

Die GE-Aktie schloss 6,2 Prozent fester. Nach Meinung der Analysten von Bernstein Research wird die Aktie seit Mitte Oktober unter Wert verkauft. Sie sehen daher einen guten Zeitpunkt zum Kauf und beurteilten das GE-Papier mit „Outperform“.

Auch das Papier des Online-Handelshauses Amazon wurde heraufgestuft und kletterte daraufhin um 4,6 Prozent. Eine bessere Bewertung von Goldman Sachs erhielt auch das Papier der Versicherer Travelers Cos und XL Capital. Die Travelers-Aktie stieg um 2,5 Prozent, die XL-Capital-Aktie um 1,7 Prozent. Die Anteilsscheine der Kaffeehaus-Kette Starbucks verteuerten sich um 7,2 Prozent. Der Röster hob seine Prognose für das kommende Finanzjahr an.

Zu den Verlierern zählte der einst weltgrößte Versicherer AIG. Das Unternehmen erwirtschaftete zwar das zweite Quartal in Folge einen Gewinn, kämpft aber weiterhin mit einem schleppenden Versicherungsgeschäft. AIG-Titel brachen um 9,7 Prozent ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,08 Mrd. Aktien den Besitzer. 1531 Werte legten zu, 1445 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,83 Mrd. Aktien 1233 im Plus, 1417 im Minus und 123 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 5/32 auf 100-31/32. Sie rentierten mit 3,505 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 1/32 auf 101-20/32 und hatten eine Rendite von 4,401 Prozent.

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