Börse New York
US-Anleger befürchten Eskalation in Syrien

Der möglicherweise bevorstehende Angriff auf Syrien des US-Militärs macht die Börsen in den USA nervös. Auch sonst gab es am Freitag keine guten Nachrichten für die Anleger.
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New YorkDie Wall Street hat am Freitag belastet vom Syrien-Konflikt kaum verändert geschlossen. Die USA sehen nach den gescheiterten Bemühungen um eine gemeinsame Haltung zu Syrien keine Alternativen mehr zu einem Militärschlag gegen das Regime in Damaskus.

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, sagte, alle Alternativen zu einem militärischen Vorgehen seien erschöpft. Händler reagierten verunsichert auf die Äußerungen. „Die Märkte sind nervös und das ist verständlich“, sagte Joseph Tanious von JPMorgan Asset Management in New York.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,1 Prozent auf 14.922 Punkte nach. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 14.789 und 15.009 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 1655 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte zuletzt ebenfalls unverändert bei 3660 Punkten. Im Wochenvergleich legte der Dow 0,8 Prozent, der S&P 1,4 Prozent und der Nasdaq zwei Prozent zu. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 8275 Punkten ins Wochenende.

Spekulationen auf eine Fortsetzung der US-Geldschwemme hatten den Börsen im frühen Geschäft noch Auftrieb gegeben. Nach der Veröffentlichung überraschend schlechter Arbeitsmarktdaten setzte sich die Meinung durch, dass die US-Notenbank Federal Reserve ihren expansiven geldpolitischen Kurs zunächst beibehält.

Die US-Wirtschaft schuf im August etwas weniger Stellen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg lediglich um 169.000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 180.000 gerechnet. Die separat berechnete Arbeitslosenquote hingegen sank im August auf 7,3 von 7,4 Prozent.

Nur wenige Einzelwerte standen im Mittelpunkt. Der Funkmasten-Betreiber American Tower kauft für 4,8 Milliarden Dollar den Konkurrenten Global Tower Partners. Die Aktie von American Tower stieg daraufhin um mehr als vier Prozent.

Die Timken-Papiere gewannen mehr als zwei Prozent. Der Vorstand stimmte am Donnerstag einem Plan zu, wonach das Stahlgeschäft nun vom Rest des Konzerns abgespalten wird.

Die Aktien von Quiksilver schossen 32 Prozent in die Höhe auf 6,85 Dollar. Dank Einsparungen hatte der für seine Skater- und Surfer-Bekleidung bekannte Modekonzern mehr Gewinn gemacht, als am Markt erwartet worden war.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 1691 Werte legten zu, 1242 gaben nach und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1.71 Milliarden Aktien 1210 im Plus, 1298 im Minus und 101 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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