Börse New York
US-Anleger greifen wieder zu

Während an den Börsen in Europa und Nahost wild verkauft wurde, behielten die Anleger in den USA einen kühlen Kopf. Die Wall Street hat im Plus geschlossen. Vor allem Energiewerte waren gefragt.
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Die Wall Street hat am Mittwoch trotz der Syrien-Krise leichte Gewinne verbucht. Nach einem zweitägigen Kursrückgang griffen die Börsianer bei den US-Aktien wieder zu. "Die gestrigen Verluste waren ein wenig übertrieben", sagte Ron Florance von Wells Fargo Private Bank. "Allerdings müssen sich Investoren darauf einstellen, dass die Volatilität an den Märkten noch eine Weile anhalten wird." Vor allem Energiewerte waren angesichts des teurer werdenden Öls gefragt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 14.867 und einem Tief von 14.760 Punkten. Er schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 14.824 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,3 Prozent auf 1634 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,4 Prozent auf 3593 Stellen. In Frankfurt beendete der Leitindex Dax dagegen den Handel ein Prozent schwächer bei 8158 Zählern und notierte damit so niedrig wie seit Mitte Juli nicht mehr.

Die am Ölmarkt richtungsweisende Nordseesorte Brent war zeitweise so teuer wie seit einem halben Jahr nicht mehr, für amerikanisches WTI-Öl wurde in der Spitze so viel gezahlt wie zuletzt vor mehr als zwei Jahren. Sollte der Konflikt eskalieren, wäre die globale Versorgung mit dem wichtigen Rohstoff gefährdet, lautet die Kalkulation der Anleger. Auf der Suche nach sicheren Häfen schichteten sie auch Kapital in Gold um.

Im Syrien-Konflikt stehen die Zeichen auf Angriff des Westens, nachdem dort bei mutmaßlichen Chemiewaffen-Angriffen zahlreiche Zivilisten ums Leben kamen. Ein unmittelbares Eingreifen steht aber offenbar nicht bevor. So erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, die UN-Waffeninspekteure bräuchten vier weitere Tage, um ihre Untersuchungen abzuschließen.

Von dem Anstieg der Ölpreise profitierten die Aktien der Energiekonzerne Chevron oder Exxon Mobil, die sich jeweils um rund zweieinhalb Prozent verteuerten.

Unter den Einzelwerten standen auch JPMorgan im Blick, die zeitweise 0,7 Prozent stiegen. Die Papiere gingen kaum verändert aus dem Handel, als Berichte über eine angestrebte Einigung mit Aufsichtsbehörden im Handelsskandal um einen als "Wal von London" bekanntgewordenen Trader die Märkte erreicht hatten. Das Institut verhandele mit mehreren Aufsichtsbehörden über eine Zahlung von 600 Millionen Dollar, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person.

Der Kurs von Joy Global rutschte 4,7 Prozent ab. Der Hersteller von Bergbaumaschinen hatte zuvor einen geringeren Gewinn und einen Auftragsrückgang ausgewiesen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 599 Millionen Aktien den Besitzer. 1675 Werte legten zu, 1324 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,4 Milliarden Aktien 1454 im Plus, 1054 im Minus und 92 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse New York: US-Anleger greifen wieder zu"

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  • Nein!

    Deutsche = Stupid Money.

    Bei jeder Oma und jedem Sachbearbeiter nachzulesen.

  • Amis wissen, wann Schluß ist. Nur der deutsche Depp verschleudert sein Hab und Gut. Kein Wunder, wenn die Deutschen beim Vermögen auch in Europa hinterherhinken. Sprichwörtlich DUMM.

  • Naja, ist doch klar, dass die Kurse in Amerika steigen, die haben ja auch das PlungeProtectionTeam, welches - egal was passiert - die Kurse stützt. Ist das schon in Vergessenheit geraten? Entweder die forschen uns aus oder es wird manipuliert. Sowas nennt man dann heute "Freund" :)

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