Börse New York
US-Anleger halten sich bedeckt

In New York sind die Börsen nach dem Feiertagswochenende kaum vorangekommen. Dow Jones und S&P-500 notierten leicht im Minus, im Nasdaq ging es bergauf. Die Anleger schauten auf den Einzelhandel - und den Ölpreis.
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New YorkEnergieaktien haben den US-Börsen am Dienstag nach dem verlängerten Labor-Day-Wochenende leichte Verluste beschert. Der auf ein 15-Monatstief gefallene Ölpreis überlagerte dabei stark ausgefallene US-Konjukturdaten. Auch an den europäischen Aktienmärkten hielten sich die Anleger vor der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag bedeckt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent schwächer auf 17.067 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2002 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen 0,4 Prozent vor auf 4598 Punkte. Der Dax schloss mit 9507,02 Punkten zwar 0,3 Prozent höher, und der EuroStoxx50 legte 0,2 Prozent zu. Doch blieben die Umsätze unterdurchschnittlich.

Ursache für den Fall des Ölpreises war zum Teil die Stärke des Dollar. Der Preis für ein Barrel der Marke Brent fiel 2,2 Prozent auf 100,46 Dollar. Der S&P Energie-Index gab 1,7 Prozent nach.

Die jüngsten US-Konjunkturdaten deuteten dagegen auf eine robuste Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft hin. Das Wachstum der US-Industrie zog im August überraschend kräftig an. Der Einkaufsmanagerindex stieg auf 59,0 (Juli: 57,1) Punkte, wie aus einer ISM-Umfrage unter Unternehmen hervorgeht. Experten hatten lediglich einen Wert von 56,8 Zählern erwartet.

Die US-Bauausgaben stiegen im Juli um 1,8 Prozent, Experten hatten 1,0 Prozent erwartet. "Der Markt preist wahrscheinlich stärkere Wirtschaftsdaten ein, aber es ist nach wie vor sehr positiv", sagte Marktstratege James Liu von JP Morgan Funds in Chicago.

Bei den Einzelwerten standen Aktien von Home Depot im Mittelpunkt. Sie gaben 2,2 Prozent nach. Einem CNBC-Bericht zufolge haben Hacker dem Unternehmen möglicherweise Kreditkartendaten gestohlen.

Aktien der Einzelhandelsketten Dollar General und Familiy Dollar legten 0,6 beziehungsweise 0,5 Prozent zu. Dollar General stockte sein Gebot für den Rivalen Family Dollar um zwei Prozent auf insgesamt 9,1 Milliarden Dollar auf.

Aktien des weltweit drittgrößten Kreuzfahrtunternehmens Norwegian Cruise Line verteuerten sich um elf Prozent. Das in Miami ansässige Unternehmen schluckt den kleineren Konkurrenten Prestige Cruises International für rund drei Milliarden Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 590 Millionen Aktien den Besitzer. 1468 Werte legten zu, 1589 gaben nach und 136 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,85 Milliarden Aktien 1608 im Plus, 1100 im Minus und 121 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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