Börse New York: US-Anleger halten sich vor Ostern zurück

Börse New York
US-Anleger halten sich vor Ostern zurück

Der Ölpreis fällt, der Dollar steigt: Vor den Feiertagen halten sich US-Anleger bedeckt. Die wichtigsten Indizes bewegten sich kaum vom Fleck. Für Euphorie sorgte ein Zusammenschluss in der Geldautomaten-Branche.

New YorkAn der Wall Street haben sich die Anleger vor dem Oster-Wochenende zurückgehalten. Händler machten dafür den stärkeren Dollar und den wieder fallenden Ölpreis verantwortlich. Außerdem sind der US-Industrie im Februar die Aufträge weggebrochen, wenn auch nicht ganz so stark wie von Ökonomen erwartet. Auch Äußerungen des US-Notenbankers James Bullard, wonach die nächste Zinserhöhung in den USA womöglich nicht weit weg sei, kamen nicht gut am Markt an.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 17.516 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2036 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,1 Prozent auf 4774 Stellen vor. Im Wochenvergleich fiel der Dow 0,5 Prozent, der S&P 0,7 Prozent und der Nasdaq-Index 0,5 Prozent.

Bei den Einzelwerten kamen die Anteilsscheine von Wells Fargo mit einem Abschlag von 1,7 Prozent unter die Räder. Die Schweizer Bank UBS hatte zuvor eine Verkaufsempfehlung für den Hypothekenfinanzierer ausgesprochen.

Diebold-Papiere verteuerten sich dagegen um knapp neun Prozent. Der US-Konzern kann doch noch den deutschen Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf übernehmen. TiVo-Scheine sprangen sogar rund 24 Prozent in die Höhe. Der Set-Top-Boxen-Hersteller erwägt einem Bericht der „New York Times“ zufolge, sich selbst zum Verkauf zu stellen. Das Unternehmen führe deshalb bereits Verhandlungen mit einem Interessenten. TiVo ist an der Börse rund 750 Millionen Dollar wert.

Die regionale Notenbank in Atlanta senkte am Donnerstag ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in den USA im ersten Quartal auf 1,4 Prozent von zuvor 1,9 Prozent. Grund sind enttäuschende Immobiliendaten und Aufträge für langlebige Güter.

Auch die europäischen Anleger zogen sich vor dem langen Wochenende von den Aktienmärkten zurück. Der Dax fiel am Gründonnerstag um 1,7 Prozent auf 9851 Punkte, nachdem er zur Wochenmitte erstmals seit Anfang Januar über der 10.000-Punkte-Marke geschlossen hatte. „Die Unsicherheit über die künftige Geldpolitik der Fed lässt keine echte Feiertagslaune aufkommen“, sagte ein Händler. Viele Anleger scheuten das Risiko und machten Kasse. Auch der EuroStoxx50 büßte 1,8 Prozent ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 890 Millionen Aktien den Besitzer. 1532 Werte legten zu, 1463 gaben nach und 140 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,57 Milliarden Aktien 1498 im Plus, 1279 im Minus und 167 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben bei dünnen Umsätzen vor den Feiertagen nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 8/32 auf 97-17/32. Die Rendite stieg auf 1,902 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 16/32 auf 96-14/32 und rentierte mit 2,674 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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