Börse New York
US-Anleger lassen es ruhig angehen

Nach durchmischten Konjunkturdaten schlossen die US-Börsen im Minus. Weiterhin lastet die Unsicherheit über den zukünftigen geldpolitischen Kurs der Fed auf den Kursen. Im Fokus standen Aktien von Dell.
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New YorkDie Wall Street hat am Freitag bei dünnen Umsätzen leichte Verluste verbucht. Angesichts der anhaltenden Verunsicherung über den weiteren Kurs der US-Notenbank in der Geldpolitik hielten sie sich mit größeren Engagements zurück. Gemischt ausgefallene Konjunkturdaten aus Amerika trugen ebenfalls nicht dazu bei, dass sich ein eindeutigeres Bild ergab. Investoren zeigten sich am Tag nach den kräftigen Kursverlusten am Donnerstag nach wie vor besorgt darüber, dass die wirtschaftliche Erholung schwächer als erwartet ausfällt.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,2 Prozent tiefer auf 15.081 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 15.054 und 15.139 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,3 Prozent auf 1655 Zähler. Der Nasdaq ließ 0,1 Prozent auf 3602 Punkte Federn. Im Wochenvergleich sank der Dow 2,2 Prozent, der S&P 2,1 Prozent und der Nasdaq 1,6 Prozent. Für den Dow-Jones-Index ist es der größte Wochenverlust in diesem Jahr. In Frankfurt schloss der Dax am Freitag 0,2 Prozent im Plus bei 8391 Zählern.

Mit dem weitgehenden Ende der Berichtssaison rückten Daten zur US-Konjunktur in den Mittelpunkt des Interesses. Von ihnen erhofften sich die Händler insbesondere einen Fingerzeig darauf, wann die Fed damit beginnen wird, ihr Anleihenkauf-Programm zur Konjunktur-Stützung zurückzufahren. Die Daten waren jedoch weder Fisch noch Fleisch: Der von Thomson Reuters und der Universität Michigan vorgelegte Index zum Verbrauchervertrauen sank unerwartet, während die Zahl der Wohnbaubeginne zulegte. Die Produktivität der US-Wirtschaft stieg zwar im zweiten Quartal kräftiger als erwartet - gleichzeitig jedoch wurde der Wert für das Vorquartal kräftig nach unten korrigiert.

Die Wirtschaftsdaten gaben somit keinen Aufschluss darüber, wie die Fed ihre weitere Geldpolitik ausrichten wird. Bislang kauft die Notenbank zur Ankurbelung der US-Konjunktur monatlich Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte vor einigen Wochen angekündigt, den Geldhahn ab Jahresende langsam zudrehen zu wollen, sofern sich die US-Konjunktur weiter erhole. Anfang September trifft sich die Fed, um über ihre weitere Geldpolitik zu beraten - einige Anleger befürchten, dass die Notenbank schon zu dem Zeitpunkt auf die geldpolitische Bremse treten könnte.

Bei den Einzelwerten standen Aktien des Ingenieur-Dienstleisters National Technical Systems besonders im Blickpunkt. Sie legten 38 Prozent zu. Der Finanzinvestor Aurora Capital hatte die Übernahme des Unternehmens bekanntgegeben. Dell-Aktien legten trotz schwacher Zahlen 0,8 Prozent zu. Trotz stabiler Umsätze war der Gewinn im zweiten Quartal 2013 um fast drei Viertel auf 204 Millionen Dollar eingebrochen. Wal-Mart-Papiere verloren 0,4 Prozent. Der weltgrößte Einzelhändler hatte am Vortag seine Gesamtjahresprognose gesenkt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 830 Millionen Aktien den Besitzer. 1051 Werte legten zu, 1976 gaben nach und 70 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,5 Milliarden Aktien 1146 im Plus, 1353 im Minus und 92 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ...................................
    ..DOW JONES..
    HINDENBURG OMEN.??
    ...................................
    nach fehlausbruch über 15.550
    schliesst der index unter 15.100
    bei 15.081..
    ..
    daraus errechnet sich weiteres
    abwärtspotential bis 14.550...
    ..

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