Börse New York
US-Anleger machen Kasse

Der New Yorker Aktienmarkt hat auch am Freitag Verluste eingefahren. Die Anleger sorgten sich darüber, die US-Notenbank Fed könne bereits im September bei ihrer ultralockeren Geldpolitik den Fuß vom Gas nehmen.
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New YorkDie US-Börsen haben am Freitag eine Verschnaufpause eingelegt. Angesichts des Mangels an nachrichtlichen Impulsen sahen Anleger eine Gelegenheit, nach der Rekordjagd der vergangenen Wochen Kasse zu machen. "Dieser Monat verläuft sehr bedächtig, und es kommt wieder zu Gewinnmitnahmen", sagte INO-Analyst Adam Hewison. Allerdings herrsche am Markt weiterhin eine grundsätzlich positive Stimmung, so dass sich die Kurse schon bald wieder zu neuen Höhen aufschwingen könnten.

Bei einem geringen Handelsaufkommen schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,5 Prozent tiefer auf 15.425 Punkten. Die Furcht, dass die US-Notenbank bald ein Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik einleiten könnte, belastete erneut. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,4 Prozent auf 1691 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ließ 0,3 Prozent auf 3660 Punkte Federn. Im Wochenvergleich sanken der Dow 1,5 Prozent, der S&P 1,1 Prozent und der Nasdaq 0,8 Prozent. Der Dax schloss bei dünnen Umsätzen mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 8338 Zählern, verlor auf Wochensicht aber 0,8 Prozent.

Mit einem Plus von knapp sechs Prozent gehörten die US-Aktien von Blackberry zu den größten Gewinnern. Der angeschlagene Smartphone-Pionier aus Kanada könnte sich Insidern zufolge vom Aktienmarkt zurückziehen, um sich Luft für die dringend benötigte Sanierung zu verschaffen.

Die Papiere von J.C. Penney verloren unter dem Druck des schwelenden Führungsstreits knapp sechs Prozent. Ein einflussreicher Investor forderte das Management des Einzelhändlers auf, in den nächsten 30 bis 45 Tagen einen neuen Chef zu ernennen.

Einen fulminanten Börsengang legten die Anteilsscheine von Cvent mit einem Aufschlag von 57 Prozent hin. Die Aktien des Herstellers von Software für Veranstaltungsmanager kletterten auf 32,9 Dollar. Sie waren mit 21 Dollar ausgegeben worden.

Glänzen bei seinen Handelsdebüt konnte auch Frank's International. Die Dividendenpapiere des Ausrüsters von Ölkonzernen wie Chevron und Exxon sprangen an ihrem ersten Handelstag rund 20 Prozent in die Höhe.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 640 Millionen Aktien den Besitzer. 1448 Werte legten zu, 1518 gaben nach und 119 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,54 Milliarden Aktien 994 im Plus, 1513 im Minus und 106 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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