Börse New York US-Anleger schauen auf Pfizer und Allergan

Nachdem sie sich am Vortag mit Mühe ein Plus abringen konnte, ging die Wall Street mit Verlusten aus dem Donnerstag. Für Aufsehen sorgt die Pharmabranche. Es bahnt sich eine Mega-Übernahme an.
Update: 30.10.2015 - 00:49 Uhr

Starbucks-Prognose schwächer als erhofft

Starbucks-Prognose schwächer als erhofft

New YorkDie US-Börsen haben am Donnerstag keine klare Richtung gefunden. Tags zuvor hatte die US-Notenbank Fed zwar an ihrer Nullzins-Politik festgehalten, aber eine Zinserhöhung im Dezember auf ihre Agenda gesetzt. Das müsse der Markt erst einmal verdauen, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent im Minus bei 17.755 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2089 Zählern in etwa auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 5074 Punkte.

Zuletzt hatte sich die Meinung festgesetzt, dass die Fed wegen der mauen Aussichten für die Weltwirtschaft erst 2016 handeln würde. Die Notenbank erwähnte überraschend die Konjunkturrisiken aus dem Ausland nicht mehr. "Das ist, als ob sie das nie gesagt haben", sagte Investment-Stratege Jeffrey Saut von Raymond James Financial. Da sich die US-Wirtschaft im Sommer aber deutlich abgekühlt hat, blieb das Minus an der Wall Street moderat. Die Konjunkturdaten gelten als wichtige Orientierungsgröße für die Geldpolitik.

Für Aufsehen sorgten die US-Pharmakonzerne Pfizer und Allergan, die einen milliardenschweren Zusammenschluss ausloten. Der Botox-Hersteller Allergan bestätigte Gespräche mit Pfizer. Es könnte die bislang größte Übernahme in diesem Jahr werden. Die Allergan-Aktien legten knapp sechs Prozent zu, Pfizer-Anteilsscheine ließen dagegen rund zwei Prozent Federn.

Die Papiere des Herstellers von Actionkameras, GoPro, stürzten nach enttäuschenden Quartalszahlen und einem schwachen Ausblick um mehr als 15 Prozent ab.

18 Aktien für Anlage-Rebellen

BOX INC. REGISTERED SHARES A DL -,0001

WKN
ISIN
US10316T1043
Börse
FSE

+0,13 +0,71%
+18,64€
Chart von BOX INC. REGISTERED SHARES A DL -,0001
Box
1 von 18

Die Credit Suisse hat eine Liste von 18 Aktien erstellt, mit denen sie gegen den Investorenstrom schwimmen. Die Titel haben in der Regel deutlich an Wert verloren und weichen von den Analysteneinschätzungen deutlich ab. Nun aber sollen diese Aktien Potenzial für Gewinne besitzen. Eine diese Aktien ist Box. Das US-Unternehmen hat sich auf Cloud-basierte Mobilanwendungen spezialisiert. Seit Jahresanfang haben die Aktien über 45 Prozent verloren.

Kursentwicklung (seit 1. Januar 2015): - 45,1 Prozent

BOYD GAMING CORP. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US1033041013
Börse
FSE

-0,45 -1,60%
+28,23€
Chart von BOYD GAMING CORP. REGISTERED SHARES DL -,01
Boyd Gaming
2 von 18

Das US-Unternehmen Boyd Gaming ist vor allem in Nevada vorzufinden – konkret in Las Vegas. Dort betreibt der Konzern Spielautomaten in zahlreichen Kasinos. Die Papiere konnten im laufenden Jahr zwar mehr als 35 Prozent zulegen und Analysten sind hinsichtlich der Prognosen vorsichtig. Doch die Experten der Credit Suisse sehen noch Potenzial für Boyd Gaming. Für weiteren Aufschwung dürften verstärkte Investitionen in Las Vegas sorgen.

Kursentwicklung: + 36,2 Prozent

CF INDUSTRIES HOLDINGS INC. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US1252691001
Börse
FSE

+0,42 +1,20%
+35,49€
Chart von CF INDUSTRIES HOLDINGS INC. REGISTERED SHARES DL -,01
CF Industries
3 von 18

Der Düngemittelkonzern CF Industries konnte im laufenden Jahr an den Aktienmärkten nicht wirklich überzeugen. Auf Jahressicht haben die Papiere über drei Prozent verloren. Allein in den vergangenen drei Monaten rutschten die Aktien 16,1 Prozent ins Minus. Laut Credit-Suisse-Analyst Arbin Sherchan ist deswegen genau jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg.

Kursentwicklung: - 3,6 Prozent

INGREDION INC. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US4571871023
Börse
FSE

+1,63 +1,58%
+103,94€
Chart von INGREDION INC. REGISTERED SHARES DL -,01
Ingredion
4 von 18

Beim US-Lebensmittelkonzern Ingredion haben viele Analysten hinsichtlich des Engagements in den Emerging Market große Bedenken. Besonders wegen der Geschäfte in Brasilien und Argentinien rechnen sie kurzfristig mit Kursverlusten – nicht so die Credit Suisse. Laut der Schweizer Bank hält sich Ingredion in diesen Ländern wacker und könnte kurzfristig noch von positiven Tendenzen aus den USA profitieren.

Kursentwicklung: + 5,8 Prozent

L-3 Communications

WKN
ISIN
Börse

Chart von L-3 Communications
L-3 Communications
5 von 18

Beim Rüstungskonzern L-3 Communications läuft es derzeit nicht rund, das erkennt man auch an der Kursentwicklung der Aktien. Seit dem 1. Januar haben die Papiere rund dreizehn Prozent an Wert verloren. Für Verluste sorgen Umstrukturierungsprozesse. Sherchan von der Credit Suisse empfiehlt die Aktie dennoch zum Kauf.

Kursentwicklung: - 13,2 Prozent

LASALLE HOTEL PROPERTIES REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US5179421087
Börse
FSE

+0,12 +0,59%
+20,41€
Chart von LASALLE HOTEL PROPERTIES REGISTERED SHARES DL -,01
LaSalle Hotel
6 von 18

Lasalle Hotel investiert als Investmentgesellschaft vornehmlich in Unternehmen aus der Hotelbranche. Anfang 2015 besaß LaSalle Hotel 45 Hotels mit circa 11.300 Zimmern. Die Aktie weist im laufenden Jahr eine negative Performance vor.

Kursentwicklung: - 25,2 Prozent

NATIONSTAR MORTGAGE HLDGS INC. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US63861C1099
Börse
FSE

+0,10 +0,74%
+13,83€
Chart von NATIONSTAR MORTGAGE HLDGS INC. REGISTERED SHARES DL -,01
Nationstar Mortgage
7 von 18

Nationstar Mortgage Holdings ist ein Immobilienkonzern in den USA. Anleger müssen dabei Rebound spekulieren, denn die Aktie hat sich in diesem Jahr etwas mehr als halbiert. Die Aktie sei nun attraktiv bewertet, meinen die Analysten von Credit Suisse.

Kursentwicklung: - 51,1 Prozent

Der Frust über ausbleibende Dividenden bei der Deutschen Bank verdarb Anlegern an Europas Aktienmärkten die Laune. Die Aktien von Deutschlands größtem Geldhaus stürzten um knapp sieben Prozent ab und zogen den Dax mit nach unten. Der Leitindex fiel um 0,3 Prozent auf 10.800,84 Punkte. Der EuroStoxx50E gab 0,2 Prozent ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 870 Millionen Aktien den Besitzer. 1185 Werte legten zu, 1852 gaben nach und 155 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 959 im Plus, 1820 im Minus und 173 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben in Erwartung einer Zinswende im Dezember nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 23/32 auf 98-15/32. Die Rendite stieg auf 2,174 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 1-31/32 auf 98-8/32 und rentierte mit 2,965 Prozent.

  • rtr
  • dpa
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