Börse New York
US-Anleger schieben Trump-Frust

Den US-Anlegern dämmert: Präsident Trump wird wohl nicht all seine Versprechen halten. Das drückte am Mittwoch auf die Börsenstimmung in New York. Unternehmenszahlen rückten unter anderem ein Kult-Wohnmobil in den Fokus.
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New YorkZweifel an raschen Erfolgen der Wirtschaftspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump haben am Mittwoch die New Yorker Börsen belastet. "Die Stimmung wird durch die Erkenntnis geprägt, dass Donald Trump wohl nicht alle seine Versprechen halten kann - vielleicht nicht einmal die meisten", sagte Anlagestratege Alvin Tan von der Bank Societe Generale (SocGen).

Die Ermittlungen wegen Beeinflussung der US-Wahl durch Russland unter Mithilfe von Trumps Wahlkampfteam verstärkten die Unruhe. "Dies passt in das Bild, dass die erhofften und angepriesenen Konjunkturprogramme nicht so schnell kommen wie von den Märkten erwartet - wenn überhaupt."

Gegen Trumps Gesundheitsreform regt sich überparteilicher Widerstand im US-Kongress. Sollte sie scheitern, würde dem Präsidenten finanzieller Spielraum für seine "phänomenalen" Steuersenkungen und billionenschweren Infrastruktur-Investitionen fehlen, betonten Analysten der Rabobank. "Die Pläne zur Deregulierung der Banken könnten ebenfalls auf Eis gelegt werden."

„Der neue US-Präsident Donald Trump verspricht, twittert, redet und streitet immer noch, aber wenig Brauchbares ist bislang dabei rausgekommen“, kommentierte Börsenexperte Jochen Stanzl von CMC Markets. Nun scheine der Zeitpunkt gekommen, „an dem eine mit Trump-Euphorie vollgepumpte Wall Street heiß gelaufen ist und die Rally der vergangenen Monate hinterfragt“, so Stanzl.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss kaum verändert auf 20.661 Punkten. Am Dienstag war der US-Leitindex um mehr als 1 Prozent abgesackt - zuletzt war es im September vergangenen Jahres derart steil bergab gegangen.

Der breiter gefasste S&P-500 rückte am Mittwoch um 0,2 Prozent auf 2348 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 5821 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 0,5 Prozent tiefer auf 11.904 Punkten aus dem Handel, der EuroStoxx50 büßte 0,3 Prozent auf 3420 Zähler ein. Der mutmaßliche Anschlag in London bewegte die Kurse kaum.

Neue Daten aus der US-Immobilienbranche hatten keinen merklichen Einfluss auf die Kurse. In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Februar deutlicher als erwartet zurückgegangen. Die Hauspreise haben zum Jahresauftakt überraschend stagniert.

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