Börse New York
US-Anleger warten auf die Arbeitsmarktdaten

Am Tag vor den für die nächste Zinsentscheidung wichtigen US-Arbeitsmarktdaten haben sich die Anleger an der Wall Street bedeckt gehalten. Zu den Gewinnern im frühen Handel zählten die Aktien des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba.

FrankfurtAuch an der Wall Street haben sich die Anleger am Donnerstag bedeckt gehalten. Zu hoch ist die Unsicherheit vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für April am Freitag. Denn sie könnten entscheidende Hinweise auf Tempo und Ausmaß künftiger Zinserhöhungen in der weltgrößten Volkswirtschaft geben. „Die Anleger hoffen, dass der Arbeitsmarkt ihnen eine Richtung vorgibt“, erklärte Terry Sandven, Stratege bei U.S. Bank Wealth Management in Minneapolis. Erst müsse bewiesen werden, dass sich die wirtschatfliche Lage im zweiten Halbjahr verbessere.

Der Dow-Jones ging knapp 0,1 Prozent höher mit 17.660 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 -Index blieb nahezu unverändert bei 2050 Zählern und der Nasdaq-Composite verlor 0,2 Prozent auf 4717 Stellen nach. Die Grundstimmung am Aktienmarkt sei immer noch negativ, warnte Händler Markus Huber vom Brokerhaus City of London. „Die unsicheren Aussichten für das Wachstum der Weltwirtschaft, eine mögliche US-Zinserhöhung und enttäuschende Firmenbilanzen fordern ihren Tribut.“

In Europa machte sich zudem das feiertagsbedingte Fehlen vieler Anleger bemerkbar. Bei geringen Umsätzen schloss der Dax mit 9851,86 Punkten 0,2 Prozent im Plus, der EuroStoxx50 kam ebenfalls kaum vom Fleck.

Unter den Einzelwerten zogen in den USA die Aktien des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba nach der Vorlage eines kräftigen Umsatzwachstums um vier Prozent an. Auf der Verliererseite standen dagegen die im Dow-Jones-Index gelisteten Merck -Titel, die 1,3 Prozent verloren. Der US-Pharmariese hatte weniger umgesetzt als erwartet. Den erneuten Umsatzschwund beim Cornflakes-Hersteller Kellog quittierten Anleger mit Verkäufen. Die Aktien fielen um 2,6 Prozent.

An der Technologiebörse fielen Tesla -Papiere um fünf Prozent. Analysten zweifelten am Ausblick des Elektroautoherstellers, der bereits 2018 rund 500.000 Fahrzeuge produzieren will.

Unterstützung bekamen die US-Börsen vom Anstieg der Ölpreise. Diese profitierten von Spekulationen auf ein nachlassendes Überangebot. So fließt derzeit aus Libyen weniger Öl auf den Markt, da die Exporte durch die andauernden Konflikte blockiert werden. Zudem wird die Ölproduktion in der kanadischen Förderregion Alberta durch Waldbrände behindert. So verteuerte sich Brent um 1,1 Prozent auf 45,13 Dollar je Barrel (159 Liter).

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,98 Milliarden Aktien den Besitzer. 1415 Werte legten zu, 1559 gaben nach und 150 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,88 Milliarden Aktien 1014 im Plus, 1777 im Minus und 166 unverändert

Die anstehenden Arbeitsmarktdaten beherrschten auch den Handel an den US-Kreditmärkten. Die Renditen fielen auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Wochen. Anleger bereiteten sich darauf vor, dass die Jobzahlen schlechter ausfallen würden als angenommen, hieß es am Markt. In der vergangenen Woche hatten so viele Amerikaner Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt wie seit Februar 2015 nicht mehr. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 13/32 auf 98-31/32. Die Rendite sank auf 1,738 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 27/32 auf 97-31/32 und rentierte mit 2,597 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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