Börse New York
US-Anleger warten auf die Fed

Gute Quartalzahlen von Merck treiben den Dow Jones an. Doch im Vorfeld der morgigen Sitzung der US-Notenbank Fed halten sich die Anleger eher zurück. Die US-Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen.
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New YorkErmutigende Konjunkturdaten und Unternehmensnachrichten haben am Dienstag der Wall Street Halt gegeben. Positive Impulse lieferten insbesondere ein starker Quartalsbericht von Merck sowie Zahlen zum Immobilienmarkt.

So stiegen die Preise von US-Einfamilienhäusern im Februar deutlicher als erwartet. Apple löste indes an der Technologiebörse Nasdaq eine Achterbahnfahrt aus. Kurz vor Börsenschluss wurden überraschend die Twitter-Zahlen bekannt, die eigentlich erst nach Ende des Handels veröffentlicht werden sollte. Twitter kappte seine Jahresprognose, die Aktie brach um 18 Prozent ein.

Der Dow-Jones-Index schloss mit 18.110 Punkten 0,4 Prozent im Plus. Der breiter gefasste S&P-500 tendierte mit 2114 Zählern 0,3 Prozent höher. Die Technologiebörse Nasdaq ging mit 5055 Punkten aus dem Handel, ein Minus von 0,1 Prozent. Die Anleger warteten mit Spannung darauf, welche Zinssignale von der US-Notenbank kommen, deren zweitägige Sitzung am Mittwoch endet.

Twitter erwartet für das Gesamtjahr nur noch einen Umsatz zwischen 2,17 und 2,27 Milliarden Dollar, nach bislang vorhergesagten 2,3 bis 2,35 Milliarden, wie der Konzern kurz vor Börsenschluss mitteilte. Zudem wurden die Umsatzerwartungen für das abgelaufene Quartal verfehlt. Die Quartalszahlen waren schon eine knappe Stunde vor Börsenschluss vom Mediendienst Selerity bekannt gemacht und kurz darauf von Twitter bestätigt worden.

Im Rampenlicht standen zudem Apple. Der iPhone-Hersteller präsentierte einen überraschend starken Zwischenbericht. Dies trieb die Apple-Aktie zunächst auf ein Rekordhoch, bevor Gewinnmitnahmen sie tief ins Minus drückten. Die Aktie ging mit einem Minus von rund zwei Prozent aus dem Handel, was die Nasdaq belastete.

Merck gewann rund fünf Prozent an Börsenwert. Der Pharmakonzern überzeugte Anleger mit seiner Bilanz und meldete überdies ein positives Testergebnis für sein Diabetes-Mittel Januvia.

Der weltgrößte Paketdienst UPS erzielte durch Preiserhöhungen einen Gewinnplus. Die Aktie stieg um mehr als drei Prozent.

Die IBM -Papiere kletterten knapp zwei Prozent, nachdem der Konzern die Dividende kräftig angehoben hatte.

Coach -Titel sackten dagegen mehr als sechs Prozent ab. Der Handtaschenhersteller verfehlte mit seinem Umsatz die Erwartungen. Auch der Gewinn bei Ford lag unter den Expertenschätzungen. Der Kurs des Autobauers gab ein Prozent nach. Der Pharmakonzern Pfizer und der Elektrogerätehersteller Whirlpool senkten ihre Prognosen. Whirlpool-Aktien verloren 7,1 Prozent, Pfizer 0,3 Prozent tiefer.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 1906 Werte legten zu, 1121 gaben nach und 153 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,03 Milliarden Aktien 1657 im Plus, 1065 im Minus und 153 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben ebenfalls nach. Die zehnjährigen Papiere fielen um 23/32 auf 99-30/32. Sie rentierten mit 2,004 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 26/32 auf 95-27/32 und hatten eine Rendite von 2,704 Prozent. Händler begründeten dies damit, dass die Anleger mit Blick auf die Fed-Sitzung am Mittwoch Anleihen verkauften.

In Frankfurt ging der Dax 1,9 Prozent schwächer bei knapp 11.812 Punkten aus dem Handel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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