Börse New York
US-Anleger zittern vor dem Zinsgespenst

Blockade an der Wall Street: Vor dem Auftritt von Fed-Chefin Janet Yellen wird mehr über Zinsen spekuliert als gehandelt. Zum Schluss sacken die Indizes ab. Gewinne verdanken Anleger unter anderem gewissen Mücken.

New YorkZunehmende politische Spannungen, die unklare Richtung der US-Geldpolitik sowie schwache Ölpreise haben die US-Aktien am Mittwoch unter Druck gesetzt. Als politische Risikofaktoren nannten Händler die Militäroffensive der Türkei auf syrischem Territorium sowie die angespannte Lage in Ostasien nach einem erneuten Raketentest Nordkoreas.

Marktteilnehmer hielten sich zudem vor dem Treffen internationaler Notenbanker im amerikanischen Jackson Hole zurück, bei dem Fed-Chefin Janet Yellen am Freitag eine Rede hält. Von ihr werden Hinweise darauf erwartet, wann die US-Notenbank die Zinsen anheben wird. Zu den Verlierern zählten insbesondere Rohstoffwerte und Aktien aus dem Medizinsektor.

Die US-Börsen notieren derzeit nahe von Rekordständen. Mit dem Abebben der Bilanzsaison sind die Handelsvolumina zuletzt aber deutlich zurückgegangen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent niedriger bei knapp 18.481 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,5 Prozent auf 2175 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,8 Prozent auf rund 5218 Zähler. In Frankfurt ging der Dax 0,3 Prozent höher bei nahezu 10.623 Punkten aus dem Handel.

"Vor Yellens Rede ist sicherlich Vorsicht geboten", sagte Anlagestratege Matthew Tuttle vom Finanzberater Tuttle Tactical Management. "Wir wissen, dass dies den Markt bewegen wird, wir wissen aber nicht, in welche Richtung." An den Terminmärkten wird die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung bereits im September aktuell auf lediglich 21 Prozent taxiert.

Frische Daten vom US-Immobilienmarkt hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Notierungen. So waren die Verkäufe bestehender Häuser im Juli überraschend deutlich gefallen. Im Vergleich zum Vormonat waren sie um 3,2 Prozent gesunken, während Volkswirte im Mittel ein Minus von 1,1 Prozent erwartet hatten. Der Anstieg der Hauspreise hatte sich im Juni mit 0,2 Prozent weniger stark fortgesetzt als erwartet.

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