Börse New York
US-Börsen erarbeiten sich kleines Plus

Die Arbeitsmarktdaten in den USA sind schlechter ausgefallen als erwartet. Dow Jones & Co. können dennoch leicht zulegen. Einige Anleger nutzen die Kursverluste der vergangenen zwei Tage für einen günstigen Einstieg.
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New YorkNach zwei Tagen mit Kursverlusten haben die US-Börsen am Donnerstag wieder leicht zugelegt. Die Anleger griffen laut Händlern langsam wieder zu. Allerdings blieben sie zurückhaltend, auch angesichts unerwartet schlechter Arbeitsmarktzahlen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche lag mit 320.000 um 25.000 über den Erwartungen von Volkswirten. Zudem sammelte die US-Industrie im Januar überraschend weniger Aufträge ein. Die Unternehmen erhielten 0,2 Prozent weniger Bestellungen als im Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Wachstum von 0,2 Prozent gerechnet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher auf 18.135 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,1 Prozent auf 2101 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 4982 Punkte.

Unter den Einzelwerten standen Pharmacyclics im Mittelpunkt, die um rund zehn Prozent in die Höhe kletterten. Der Pharmakonzern AbbVie will den Rivalen für 21 Milliarden Dollar übernehmen und so seine Krebsforschung stärken. AbbVie-Aktien gaben um mehr als fünf Prozent nach.

Apple verloren 1,6 Prozent. Der Konzern verschiebt Medienberichten zufolge die Herstellung größerer iPads bis etwa September. Grund dafür seien Lieferverzögerungen etwa bei den Bildschirmen.

Die Anteilscheine von Kroger verteuerten sich um mehr als sechs Prozent, nachdem die Supermarktkette einen Gewinnanstieg im Quartal um 23 Prozent ausgewiesen hatte.

In Frankfurt visiert der Dax dank der EZB-Geldschwemme auf seinem Rekorddauerlauf nun die 12.000-Punkte-Marke an. Der deutsche Leitindex sprang um ein Prozent auf ein Allzeithoch von 11.504 Punkten. „Die Europäische Zentralbank öffnet die Geldschleusen bei steigenden Wachstumsaussichten und stagnierenden Preisen. Börsianer-Herz, was willst Du mehr?“, sagte Stratege Andreas Paciorek von CMC Markets.

Auch der EuroStoxx50 legte ein Prozent auf 3618 Punkte zu. Mit den auf der Ratssitzung in Zypern angekündigten Details zu dem am Montag startenden Anleihe-Kaufprogramm enttäuschte Ratschef Mario Draghi die Börsianer nicht. „Indem er sagt, dass das Anleihe-Kaufprogramm weit über 2016 hinausgehen könnte, zeigt Draghi seine Entschlossenheit, solange Anleihen zu kaufen, bis er die Ergebnisse hat, die er haben will“, erklärte Mauro Vittorangeli, Fondsmanager bei Allianz Global Investors.

Draghi hatte erklärt, die Käufe würden solange fortgesetzt, bis die Inflation nachhaltig anspringe. Zudem kündigte er an, dass auch Käufe von Staatsanleihen mit negativer Rendite möglich sind - solange diese über dem Einlagesatz von minus 0,2 Prozent liegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • BÖRSE NEW YORK
    US-Börsen erarbeiten sich kleines Plus

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    Der DAX ist sehr ungesund auf mehr als 11500 Punkte aufgebläht worden ...

    bis es die unberechtigte mehr als 4500 Punkte verliert.

    Dabei dann mit mehr als nur 1000 Punkte an einem einzigen Handelstag.

    Während der DOW JONES sich realistischer bewegt !

    Der Dow Jones wird auch spätestens in der zweiter Halbjahres-hälfte von 2015 sich besser entwickeln als der DAX.

    Dann heißt es :

    " THE WINNER IS....THE DOW JONES !!! "



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