Börse New York
US-Börsen geben vor Fed-Zinsentscheid weiter nach

Am Mittwoch entscheidet die Fed, ob der Leitzins wieder angehoben wird. Bis dahin halten viele US-Anleger die Füße still. Gebremst wird die Kaufstimmung auch durch den ungewissen Ausgang der Brexit-Abstimmung.

New YorkDie US-Börsen haben ihre Talfahrt den vierten Tag in Folge fortgesetzt. Unter Druck standen vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed vor allem Papiere von Banken. Die Branche würde von höheren Zinsen am meisten profitieren, doch rechnet die Mehrheit der Experten weder für Juni noch für Juli mit einem solchen Schritt. Gleichwohl versprechen sich Investoren am Mittwochabend Signale von Fed-Chefin Janet Yellen, ob sie die Geldpolitik im September oder Dezember weiter straffen will. Auf die Stimmung drückte am Dienstag auch, dass die Anhänger eines britischen EU-Austritts Zulauf bekommen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Abschlag von 0,3 Prozent bei 17.674 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,2 Prozent nach auf 2075 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 Prozent auf 4843 Stellen. Der Dax in Frankfurt hatte 1,4 Prozent auf 9519 Punkte nachgegeben.

Auch überraschend starke Umsätze der US-Einzelhändler dürften Experten zufolge die Fed nicht dazu bewegen, die Zinsen in diesem oder im kommenden Monat anzuheben. Den am Dienstag vorgelegten Daten zufolge kletterten die Erlöse der Firmen im Mai um 0,5 Prozent - erwartet worden waren 0,3 Prozent.

Die in New York gelisteten Aktien von Baidu verloren 1,7 Prozent. Der chinesische Suchmaschinenbetreiber hat seine Umsatzprognose gesenkt. Die Papiere des Amazon-Rivalen Alibaba kletterten indes um 3,1 Prozent, nachdem der größte chinesische Online-Händler seine Geschäftserwartungen hochgeschraubt hat.

Der Kurs von Twitter stieg um 5,6 Prozent, nachdem die US-Investmentbank Goldman Sachs den Kurznachrichtendienst als mögliches Übernahmeziel ausmachte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 900 Millionen Aktien den Besitzer. 1044 Werte legten zu, 1988 gaben nach und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,91 Milliarden Aktien 1122 im Plus, 1719 im Minus und 143 unverändert.

US-Staatsanleihen gaben leicht nach. Die Zehnjährigen verringerten sich um 2/32 auf 100-1/32. Sie rentierten mit 1,624 Prozent. Die 30-Jährigen verloren 3/32 auf 101-13/32 und hatten eine Rendite von 2,433 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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