Börse New York
US-Börsen kommen kaum vom Fleck

Anleger in den USA nehmen neue Konjunkturdaten mit gemischten Gefühlen auf. Sie bleiben daher in der Defensive. Der Dow Jones bewegt sich kaum von seinem Vortagskurs weg und schließt leicht im Plus.
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New YorkDie Wall Street hat am Mittwoch einen Tag vor dem Thanksgiving-Feiertag dank starker Technologiewerte etwas Boden gutgemacht. Dagegen schnitten Energiewerte wegen des Rückgangs beim Ölpreis eher schwach ab. Die Handelsumsätze waren jedoch niedrig. Viele Anleger seien bereits in den Kurzurlaub gefahren, sagten Börsianer. Die US-Aktienmärkte bleiben am Donnerstag geschlossen und werden den Handel am Freitag früher beenden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher bei 17.827 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,3 Prozent auf 2072 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,6 Prozent zu auf 4787 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,4 Prozent auf 4777 Punkte vor.

Zur US-Konjunktur gab es gemischte Signale. Die Industrie erhielt im Oktober überraschend mehr Aufträge, die Bestellungen von langlebigen Gütern zogen um 0,4 Prozent zum Vormonat an. Auch war die Stimmung der US-Verbraucher zu Beginn des wichtigen Weihnachtsgeschäfts so gut wie seit mehr als sieben Jahren nicht mehr. Allerdings kletterten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe vergangene Woche in die Höhe, und der Konjunkturindex der Chicagoer Einkaufsmanager blieb hinter den Erwartungen zurück. "Insgesamt bestätigen die heutigen Zahlen das Szenario einer gewissen Entschleunigung der US-Konjunktur", urteilten die Analysten der NordLB.

Bei den Einzelwerten gehörte der Technologiekonzern Hewlett-Packard nach Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal zu den Gewinnern. Der Umsatz ging um 2,5 Prozent und damit überraschend deutlich auf 28,41 Milliarden Dollar zurück. Die HP-Aktien verteuerten sich dennoch um gut vier Prozent.

Die Anteilsscheine des Landmaschinenbauers Deere gaben dagegen rund ein Prozent nach. Niedrige Getreidepreise machen dem Unternehmen zu schaffen. Der Quartalsgewinn ging daraufhin zurück.

In Frankfurt setzten die Dax -Anleger zur Wochenmitte unverdrossen auf weitere Geldspritzen der Europäischen Zentralbank. Der deutsche Leitindex gewann 0,6 Prozent auf 9915 Zähler - seit Monatsbeginn kommt er bereits auf ein Plus vom 5,7 Prozent. "Die Jahresendrally ist in vollem Gange", sagte ein Börsianer. Erstmals seit Juli ist die 10.000-Punkte-Marke damit wieder zum Greifen nah.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,7 Milliarden Aktien den Besitzer. 1903 Werte legten zu, 1159 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,36 Milliarden Aktien 1644 im Plus, 1047 im Minus und 145 unverändert.

An den US-Kreditmärkten hielten sich die Kursbewegungen ebenfalls in engen Grenzen. Einige Anleger nahmen die eher schwachen Wirtschaftsdaten als Anlass zum Kauf, so dass das zehnjährige Papier 4/32 auf 100-01/32 zulegte und auf diesem Niveau mit 2,24 Prozent rentierte. Das dreißigjährige Papier gewann 7/32 auf 100-29/32 und warf eine Rendite von 2,95 Prozent ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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