Börse New York
US-Börsen kommen kaum vom Fleck

Die Wall Street kann die beste Quartalsperformance seit vier Jahren verbuchen. Dennoch fiel der Dow Jones zuletzt um 0,2 Prozent. Händler machten dafür Gewinnmitnahmen verantwortlich.
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New YorkDie US-Börsen sind zum Wochenschluss kaum vom Fleck gekommen. Händler machten dafür unter anderem Gewinnmitnahmen verantwortlich. Viele Investoren sicherten sich ihre Kursaufschläge nach dem stärksten Jahresauftakt seit vier Jahren. „Bis jetzt hat der Markt sich elegant auf unbekanntem Gebiet bewegt“, sagte Adam Sarhan, Chef vom Finanzhaus 50 Park Investments. „Es ist völlig normal, dass man am letzten Tag eines Quartals Gewinnmitnahmen sieht.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,3 Prozent auf 20.663 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich um 0,2 Prozent auf 2362 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 5911 Punkten auf der Stelle

Bei den Einzelwerten gaben die Aktien des Chemiekonzerns DuPont rund ein Prozent nach. Die Mega-Fusion mit dem heimischen Rivalen Dow Chemical verzögert sich, mit einem Abschluss wird nun zwischen dem 1. August und dem 1. September gerechnet. Um die Zustimmung der EU-Kommission zu dem Zusammenschluss zu erhalten, tauscht das Unternehmen zudem einige Geschäftsbereiche mit dem heimischen Rivalen FMC. In dem Zug erhält DuPont einen Ausgleich von 1,6 Milliarden Dollar. Die FMC-Anteilsscheine profitierten dagegen von dem anvisierten Tauschgeschäft und sprangen mehr als 13 Prozent in die Höhe.

Der Umbau vom Smartphone-Pionier zum Softwarekonzern zahlt sich für Blackberry aus. Der kanadische Konzern verdiente das sechste Quartal in Folge mehr als Analysten für möglich gehalten hatten. Je Aktie lag der Gewinn vor Sonderposten bei vier Cent, wie das Unternehmen aus dem kanadischen Waterloo am Freitag mitteilte. Unter dem Strich verringerte sich der Verlust im vierten Quartal (bis Ende Februar) auf 47 Millionen Dollar nach einem Minus von 238 Millionen vor Jahresfrist. Die in den USA notierte Aktie schnellte daraufhin um 13 Prozent in die Höhe.

Angesichts anziehender Preise hielten die US-Verbraucher ihr Geld im Februar zusammen. Der private Konsum legte zum Vormonat nur um 0,1 Prozent zu, wie das Handelsministerium mitteilte. So mager fiel der Zuwachs seit sechs Monaten nicht mehr aus. Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet. Der private Konsum in den USA steht für gut zwei Drittel der Wirtschaftskraft und ist damit eine tragende Säule der Konjunktur. Angesichts der rund laufenden Wirtschaft hat die Notenbank Federal Reserve im März das Zinsniveau auf 0,75 bis 1,0 Prozent erhöht und will dieses Jahr noch nachlegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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