Börse New York
US-Börsen legen trotz schwacher Job-Daten zu

Auch wenn die Wirtschaft im Januar nicht so viele Jobs schuf wie prognostiziert beendete der Dow Jones die Woche im Plus. Die Anleger hoffen weiter auf die amerikanische Konjunktur.
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New YorkDie US-Börsen haben am Freitag eine turbulente Woche positiv beendet. Die wichtigsten Indizes profitierten von einer gesunkenen Arbeitslosenquote in den USA und zogen wie schon am Vortag um mehr als ein Prozent an. Damit schaffte der Dow Jones Industrial ein Wochenplus von 0,61 Prozent. Der Leitindex hatte noch am Montag unter dem Eindruck enttäuschender Konjunkturdaten mit einem Abschlag von rund 2 Prozent das größte Minus seit Juni verzeichnet.

Der Dow stieg am Freitag um 1,06 Prozent auf 15 794,08 Punkte. Wegen der Sorgen um einige Schwellenländer aber steht bei dem Börsenbarometer seit Jahresbeginn immer noch ein Minus von knapp 5 Prozent zu Buche. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es am Freitag um 1,33 Prozent auf 1797,02 Punkte nach oben. Der Nasdaq 100 kletterte um 1,84 Prozent auf 3561,91 Punkte.

Die Arbeitslosenquote sank im Januar weiter auf 6,6 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Allerdings wurden außerhalb der Landwirtschaft netto nur 113 000 neue Stellen geschaffen. Bankvolkswirte hatten zuvor mit einem Beschäftigungsaufbau um die 180 000 Jobs gerechnet. Die Beschäftigungszahlen werden mit einem separaten Verfahren ermittelt. Nach den witterungsbedingt enttäuschenden Daten im Dezember setze der Arbeitsmarkt gleichwohl seine Belebung im gemäßigten Tempo fort, schrieb Analyst Johannes Jander von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Der Arbeitsmarkt ist von großer Bedeutung für den Kurs der US-Notenbank Federal Reserve. Welche Auswirkungen die schwächere Entwicklung der Beschäftigungszahl nun auf die Geldpolitik der Fed hat, dürfte vor allem davon abhängen, wie die Notenbank die Aussagekraft der Daten bewertet.

Bei den Einzelwerten stachen die Aktien des Online-Reiseportals Expedia mit einem Plus von gut 14 Prozent hervor. Anziehende Hotelbuchungen sowie mehr Werbung hatten den Umsätzen des Unternehmens gehörigen Schub gegeben. Aktien des Online-Karrierenetzwerks LinkedIn hingegen rutschten um mehr als 6 Prozent ab. Mit dem Ausblick auf den Umsatz im laufenden ersten Quartal enttäuschte das Unternehmen die Experten.

Aktien von Apple legten um 1,45 Prozent zu. Nach den Kursverlusten im Zuge der jüngsten Zahlenvorlage habe das Unternehmen für rund 14 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückgekauft, sagte Konzernchef Tim Cook dem „Wall Street Journal“. Der Elektronikkonzern wolle damit den Glauben an die eigene Zukunft demonstrieren. Nach der Quartalsbilanz zum Weihnachtsquartal hatten die Papiere der Kalifornier rund acht Prozent verloren. Indes twitterte der Großinvestor Carl Icahn, dass Cook die Einführung neuer Produkte in neuen Kategorien noch in diesem Jahr bestätigt habe.

Die Titel des Videospielkonzerns Activision kletterten sogar um mehr als 14 Prozent nach oben. Zwar gingen Umsatz und Gewinn zurück - in der schwankungsanfälligen Spielebranche sahen Analysten die Resultate aber als Erfolg. Papiere von News Corp zogen um rund achteinhalb Prozent an - der Medienkonzern von Rupert Murdoch mit Zeitungen wie dem „Wall Street Journal“ und der „New York Post“ hatte im operativen Geschäft des zweiten Geschäftsquartals besser abgeschnitten als von Analysten erwartet.

Um 5,77 Prozent nach oben ging es für die Papiere von Gap. Der Einzelhändler hatte für das vierte Quartal einen unerwartet hohen Gewinn in Aussicht gestellt. Die Papiere der Ratingagentur Moody's stiegen nach erfreulichen Ertragszahlen um mehr als vier Prozent und schlossen auf einem Rekordhoch.

Der Euro profitierte von den Arbeitsmarktdaten und kletterte auf 1,3639 US-Dollar. Am Rentenmarkt stiegen richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen entsprechend um 5/32 Punkte auf 100 18/32 Punkte und rentierten mit 2,684 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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