Börse New York
US-Börsen schließen auf 13-Monats-Hoch

Die Aktienmärkte in New York haben am Dienstag auf dem höchsten Stand seit 13 Monaten geschlossen. Für Schwung sorgten während des wechselhaften Handelstages Heraufstufungen der Microsoft- und Exxon-Aktien. Doch auch Skeptiker erhielten neue Nahrung.
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HB NEW YORK. Skeptische Prognosen der weltgrößten Baumarktkette Home Depot und des Handelskonzerns Target zum wichtigen Weihnachtsgeschäft, die zunächst für Vorsicht bei den Anlegern sorgten, wurden dadurch wettgemacht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent im Plus bei 10 437 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 10 361 und 10 438 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 notierte 0,1 Prozent höher bei 1110 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 2203 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 5778 Stellen aus dem Handel.

Microsoft-Titel profitierten von einer Anhebung des Preisziels durch Morgan Stanley. Die Analysten der Bank räumen dem neuen Betriebssystem "Windows 7" gute Erfolgsaussichten ein und rechnen mit einem guten Weihnachtsgeschäft des Konzerns. Die Papiere des Softwaregiganten verteuerten sich um zwei Prozent. Exxon-Titel gewannen 0,8 Prozent. Analysten von Barclays hoben ihre Empfehlung auf "overweight" von "equal-weight".

Die positiven Kommentare zu den beiden Dow-Schwergewichten rückten skeptische Ausblicke von Home Depot und Target in den Hintergrund. Home-Depot-Chef Frank Blake sprach trotz positiver Anzeichen für eine Erholung von einem weiterhin hohen Druck auf die Branche. Die Aktie gab 2,4 Prozent nach. Auch der Einzelhändler Target blickt pessimistisch auf das Schlussquartal. Die Titel büßten drei Prozent ein. Analysten zufolge schürten die pessimistischen Ausblicke Sorgen über die Stärke und Nachhaltigkeit der konjunkturellen Erholung. Der Einzelhandel macht einen Großteil seines Jahresumsatzes vor den Feiertagen. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus.

Belastend wirkten sich auch enttäuschende Daten von der Konjunkturfront aus. Die Industrieproduktion stieg zwar im Oktober den vierten Monat in Folge. Der Zuwachs war mit 0,1 Prozent aber nur minimal und blieb deutlich hinter dem von Analysten erwarteten Plus von 0,4 Prozent zurück.

Der Rohstoffbranche machte der stärkere Dollar zu schaffen, der die Rohstoffpreise unter Druck setzte. Infolgedessen verbilligten sich die Papiere des eng mit der Branche verwobenen Baumaschinenherstellers Caterpillar um 0,9 Prozent.

Die Papiere von Time Warner notierten nach der Bekanntgabe einer endgültigen Trennung von AOL 0,6 Prozent fester. Der Medienriese zieht einen Schlussstrich unter einen der größten Fehlschläge der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte. Eine Übernahme-Offerte in der Chip-Branche ließ dagegen die Aktien von Semitool um mehr als 30 Prozent in die Höhe schnellen. Applied Materials kündigte an, den Wettbewerber für 364 Mio. Dollar zu kaufen. Die Aktien von Applied Materials gaben 0,8 Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,97 Mrd. Aktien den Besitzer. 1347 Werte legten zu, 1653 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Mrd. Aktien 1231 im Plus, 1416 im Minus und 158 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 01/32 auf 100-12/32. Sie rentierten mit 3,329 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 06/32 auf 101-30/32 und hatten eine Rendite von 4,260 Prozent.

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