Börse New York
US-Börsen schließen auf Rekordhoch

Am Donnerstag wird sich die designierte US-Notenbankchefin Yellen zur geldpolitischen Linie der Fed äußern. Trotzdem griffen die Anleger kräftig zu, anstatt nervös abzuwarten. Die Leitindizes erreichten Rekordstände.
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New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch trotz anhaltender Verunsicherung über den künftigen Kurs der US-Notenbank auf Rekordstände zulegen können. Anfängliche Verluste wurden vor allem durch den Einzelhandelskonzern Macy's wettgemacht, dessen Aktienkurs nach guten Quartalszahlen um mehr als neun Prozent zulegte. Analysten erklärten, die Kursgewinne von Macy's dämpften die Sorgen der Anleger über ein möglicherweise bevorstehendes schwaches Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel. Der positive Ausblick des Unternehmens mache teilweise auch schwache Daten zum Verbrauchervertrauen in den vergangenen Wochen wett, erklärte ein Analyst.

Allerdings zeigten sich Anleger weiter besorgt, dass die Fed angesichts starker Konjunkturdaten bald ihr milliardenschweres Anleihe-Kaufprogramm zurückfahren könnte. Auch die Furcht vor einer Deflation in der Eurozone keimte auf. "Es gibt aber auch eine wachsende Sorge, dass die Eurozone dem japanischen Beispiel aus den 1990er und frühen 2000er Jahren folgen könnte und es zu einer Deflation bei trüben Wachstumsraten kommen könnte", sagte Brian Jacobsen, Chefstratege von Wells Fargo Funds Management.

Klare Signale zum Fed-Kurs erhoffen sich Börsianer von den Äußerungen der designierten Notenbankchefin Janet Yellen. Sie soll im Rahmen ihrer Nominierungstour am Donnerstag vor dem Bankenausschuss des US-Senats angehört werden.

Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 15.821 Punkten aus dem Markt. Der breiter aufgestellte S&P 500 gewann 0,8 Prozent auf 1782 Stellen. Beide Indizes markierten damit ein Rekordhoch. Der Nasdaq-Index kletterte um 1,2 Prozent auf 3965 Zähler.

Auch die Anteilsscheine von Starbucks zählten mit einem Plus von einem Prozent zu den Gewinnern - trotz der tiefroten Zahlen wegen einer milliardenschweren Strafzahlung im Streit mit dem Lebensmittelkonzern Kraft Foods im abgelaufenen Quartal.

Die Angst vor einer Straffung der US-Geldpolitik und schwache Unternehmensbilanzen hatten zuvor auch den europäischen Aktienmärkten zugesetzt. Signale, dass die EZB noch mehr Liquidität zur Verfügung stellen könnte, verringerten am Nachmittag aber die Verluste. Der Dax fiel um 0,2 Prozent auf 9054,83 Punkte. Der EuroStoxx50 ging 0,5 Prozent schwächer bei 3021,17 Zählern aus dem Handel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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