Börse New York
US-Börsen schließen uneinheitlich

Die US-Börsen notieren am Freitag uneinheitlich. Einerseits sorgten einige positiv interpretierte Unternehmensnachrichten für gute Stimmung. Andererseits sorgt das mit Spannung verfolgte G20-Treffen in Südkorea, auf dem es unter anderem um Wechselkurspolitik und Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft geht, für Nervosität.
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HB NEW YORK. Die US-Börsen haben sich zum Wochenschluss uneinheitlich präsentiert. Positiv aufgenommene Unternehmensnachrichten hellten am Freitag die Stimmung auf. Für Nervosität sorgte allerdings das mit Spannung verfolgte G20-Treffen in Südkorea, auf dem es unter anderem um Wechselkurspolitik und Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft geht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 11 132 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 11 109 und 11 159 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg dagegen um 0,2 Prozent auf 1183 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,8 Prozent auf 2479 Stellen. Im Wochenvergleich legte der Dow um 0,6 Prozent, der S&P um ebenfalls 0,6 Prozent und der Nasdaq um 0,4 Prozent zu. In Frankfurt ging der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem moderaten Abschlag von 0,1 Prozent auf 6605 Punkten aus dem Handel.

„Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen die G20“, sagte Peter Cardillo von Avalon Parners in New York. Man scheine sich innerhalb der Gruppe nicht einig zu sein. Die USA wollen im Kampf gegen Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft internationale Vorgaben verabreden und die großen G20-Wirtschaftsmächte zu einer fairen Wechselkurspolitik verpflichten. US-Finanzminister Timothy Geithner legte seine Vorschläge zu Beginn der Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Schwellen- und Industrieländer (G20) im südkoreanischen Gyeongju vor, stieß damit aber nicht nur auf Unterstützung. Deutschlands Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hatte schon im Vorfeld Vorbehalte gegen quantitative Vorgaben für den Abbau von Überschüssen und Defiziten im Handel geäußert.

Gefragt waren Aktien des Versicherers AIG, die um rund ein Prozent zulegten, da sich für die asiatische Sparte AIA ein erfolgreiches Börsendebüt in Hongkong abzeichnete.

Amazon-Aktien rückten um 2,5 Prozent vor. Dem weltgrößten Internetkaufhaus kommen zwar die ehrgeizigen Wachstumspläne teuer zu stehen. Diese Kosten würden auch in dem wegen des Weihnachtsgeschäfts wichtigen Schlussquartal zu Buche schlagen, erklärte Amazon. Zugleich legte der Konzern aber überraschend gute Geschäftszahlen für das abgelaufene dritte Quartal vor. Einige Analysten bezeichneten die Investitionen zudem als den richtigen Weg, um das rasante Umsatzwachstum zu halten.

Die Dividendenpapiere des Flash-Datenspeicherherstellers SanDisk gaben 0,4 Prozent nach, obwohl das Unternehmen mit seinem Gewinn die Markterwartungen übertroffen hatte. Zu den Verlierern gehörten auch die Aktien von American Express. Sie verbilligten sich trotz eines Milliardengewinns um mehr als drei Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,77 Mrd. Aktien den Besitzer. 1758 Werte legten zu, 1172 gaben nach und 144 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Mrd. Aktien 1660 im Plus, 942 im Minus und 141 unverändert. An den US-Kreditmärkten sanken die zehnjährigen Staatsanleihen um 4/32 auf 100-18/32. Sie rentierten mit 2,563 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 15/32 auf 98-31/32 und hatten eine Rendite von 3,936 Prozent.

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