Börse New York: US-Börsen steigen trotz Ölpreis-Verfall

Börse New York
US-Börsen steigen trotz Ölpreis-Verfall

An der Wall Street steigen auch am Dienstag die Kurse. Die Ölpreise geben nach zeitweiser Stabilisierung wieder nach, die Anleger scheint das wenig zu belasten. Bei den Einzelwerten rückten Exxon und Apple in den Fokus.

New YorkDie US-Börsen haben dem anhaltenden Ölpreisrutsch am Dienstag getrotzt. Anleger stiegen nach den Kursverlusten am Vormittag im späten Geschäft an der Wall Street wieder ein und kauften unter anderem Hochtechnologiewerte. Trotz des Verfalls bei den Rohölpreisen legten die Aktien der beiden Energiekonzerne Exxon und Chevron zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent höher bei 16.516 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,8 Prozent auf 1938 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg rund ein Prozent auf 4685 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 1,6 Prozent fester mit 9985 Zählern aus dem Handel.

An der Wall Street bestimmten einzelne Firmennachrichten den Handel, wie Investmentstratege Jack Ablin von der BMO Private Bank sagte. Zu den Gewinnern zählten Gesundheitswerte. Auftrieb gab eine höhere Gewinnprognose des Krankenversicherers Anthem, dessen Kurs um 5,6 Prozent nach oben schoss.

Unter den Technologiewerten standen Intel und Apple im Blick, die beide von günstigen Analystenbewertungen profitierten. Intel zogen 1,9 Prozent an, Apple 1,5 Prozent.

Den Auftakt zur Berichtssaison machte der Aluminiumriese Alcoa, der die Konjunkturabkühlung in China zu spüren bekam und im vergangenen Quartal in die roten Zahlen rutschte. Die Alcoa-Aktie sackte neun Prozent ab.

Zu den Gewinnern zählten trotz der sinkenden Ölpreise die Energiewerte, die im Schnitt 0,4 Prozent zulegten. Exxon -Papiere verteuerten sich um zwei Prozent, Chevron-Scheine um 1,7 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,13 Milliarden Aktien den Besitzer. 1470 Werte legten zu, 1600 gaben nach und 112 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,11 Milliarden Aktien 1417 im Plus, 1412 im Minus und 152 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren angesichts des Ölpreisrückgangs als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 12/32 auf 101-6/32. Die Rendite sank auf 2,1155 Prozent. Der 30-jährige Bond rückte um 1-7/32 auf 102-2/32 vor und rentierte mit 2,8962 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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