Börse New York
US-Börsen vertreiben Zinsgespenst

Am Freitag kann sich die Wall Street wieder besinnen und legt weiter zu. In einem Handel ohne nennenswerte Eingaben rückt die Sorge um den nächsten Zinsschritt der Notenbank Federal Reserve etwas in den Hintergrund.

Die US-Börsen haben sich zum Ende der Woche fester präsentiert. Die Anleger hätten sich inzwischen mit dem Gedanken auf bald steigende Zinsen in den USA etwas angefreundet, sagten Händler. Noch am Donnerstag hatten Spekulationen über eine nahende Zinserhöhung die Wall Street belastet. „Wir schauen jetzt in diesem Jahr auf zwei Erhöhungen, vielleicht sogar auf drei“, sagte Volkswirt Scott Brown vom Finanzdienstleister Raymond James.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum frühen Nachmittag in New York um 0,4 Prozent 17.501 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,6 Prozent auf 2052 Zähler, nachdem er am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit März gefallen war. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1,2 Prozent auf 4770 Stellen.

Bei den Einzelwerten verloren die Aktien des Internet-Pioniers Yahoo 1,3 Prozent. Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, dass die AOL-Mutter Verizon und andere Bieter eine Offerte für das Yahoo-Kerngeschäft zwischen zwei und drei Milliarden Dollar abgeben dürften. Dies sei weniger als von Yahoo erwartet, hieß es.

Die Papiere des Traktorenherstellers Deere büßten fast fünf Prozent ein. Der Konzern hatte wegen der globalen Krise der Landwirtschaft seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2015/16 um rund acht Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar gesenkt.

Gute Laune herrschte dagegen vor allem im Technologiesektor nach einer optimistischen Prognose von Applied Materials. Die Aktien des weltgrößten Chipausrüsters legten 13,81 Prozent auf ein Jahreshoch von 22,66 Dollar zu. Dies half auch der Konkurrenz. Micron -Papiere gewannen 7,25 Prozent, Broadcom -Titel 2,8 Prozent und Intel -Anteilsscheine 1,75 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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