Börse New York
US-Geldpolitik lähmt Wall Street

Wann drosselt die Fed ihre lockere Geldpolitik? Diese Frage treibt Anleger an der Wall Street um. Eine Antwort erhoffen sich die Investoren von den Sitzungsprotokollen der Fed.
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New YorkDie Wall Street ist am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Anleger waren vor den diversen Fed-Terminen in der laufenden Woche verunsichert. Die große Frage ist weiterhin, wann die US-Notenbank damit beginnt, ihren Geldhahn zuzudrehen. Bislang kauft die Fed zur Ankurbelung der US-Konjunktur monatlich Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf. Aufschlüsse über das weitere Vorgehen erhoffen sich die Anleger von der Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle des Fed-Offenmarktausschusses am Mittwoch sowie dem am Donnerstag beginnenden alljährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming. Angesichts der Unsicherheit stiegen die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit Juli 2011.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel bei geringen Volumina um knapp 0,5 Prozent auf 15.010 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 15.005 und 15.106 Stellen. In der Vorwoche hatte der Dow den stärksten Verlust innerhalb einer Woche seit mehr als einem Jahr verzeichnet. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf 1646 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte nach anfänglichen Aufschlägen dann zum Handelsende doch noch ein und gab um 0,4 Prozent auf 3589 Punkte nach.

Vor allem bei JPMorgan Chase sah es nicht gut aus. Die Behörden ermitteln, ob die Bank in China die Kinder hochrangiger Politiker angestellt hat, um leichter an Geschäfte zu kommen. Das Papier büßte 2,8 Prozent ein. Ebenfalls im Minus mit 0,3 Prozent lag die Saks -Aktie. Die Modekette, die derzeit von dem kanadischen Konzern Hudson's Bay gekauft wird, verbuchte im abgelaufenen Quartal einen höheren Verlust als erwartet.

Deutlich abwärts ging es für die Anteilsscheine von GTx Inc's, die um knapp 66 Prozent einbrachen. Ein wichtiges Medikament des Pharmakonzerns zur Behandlung von Muskelschwund fiel in einem späten Test durch.

Zu den Gewinnern gehörten Apple -Aktien, die um knapp 1,1 Prozent zulegten. Auch bei Intel lief es gut. Die Aktie stieg um rund 1,7 Prozent. Der Dow-Komponent wurde von Piper Jaffray hochgestuft und zudem das Preisziel hochgesetzt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 640 Millionen Aktien den Besitzer. 576 Werte legten zu, 2490 gaben nach und 62 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,42 Milliarden Aktien 759 im Plus, 1774 im Minus und 83 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse New York: US-Geldpolitik lähmt Wall Street"

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  • Heiße Luft ist immer gut, um mit noch mehr (gehebelter) heißer Luft Luftgewinne zu erzielen.
    Wenn die FED die Geldschöpfung zurück fährt, fährt das internationale Finanzsystem an die Wand! Alle Blasen platzen gleichzeitig! Das wird zu einem "genehmen" Zeitpunkt auch passieren. Es wird nur auf "Grünes Licht" der Eigentümer der FED, die großen amerikanischen Banken, gewartet ... PPPPfffffffffffffffftttttttttttttt ...
    Was dann passiert - dagegen war Lehman eine milde Sommerbrise ... und natürlich wissen die das sehr genau!!
    LG Traumschau

    PS.: Und bitte, liebe HB und liebe WIWO: Lasst doch bitte eure Anlagetips - das ist nur noch peinlich!

  • Soll ich Ihnen sagen, was am Mittwoch beim FED-Sitzungsprotokoll gesagt wird?. Die US-Wirtschaft wächst, aber nicht im Rhytmus, dass eine Bremsung der Anleihekäüfe der FED in Frage kommt. Und bums, die Aktien schnellen in die Höhe, der Dollar gibt nach und Bernanke hat wieder den Top- Anlegern der WALL STREET einen guten Dienst geleistet.(wofür er sicherlich belohnt wird). Wozu glauben Sie denn, dass Börsengurus wie Soros auf Aktien tippen?Dass mittelfristig riesige Blasen entstehen und die nächste Krise kommt ist doch diesen Dinosauriern egal. Sie werden noch Profit daraus ziehen. Nach mir die Sintflut.

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