Börse New York
US-Händler verharren in Wartestellung

Nach der Veröffentlichung der Fed-Sitzungsergebnisse schließt die Wall Street im Minus, der Dollar klettert. Zuvor war vor allem Stagnation angesagt. Im Fokus der Anleger: Die Papiere von Marriott International.
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New YorkDas Ende der Konjunkturspritzen der US-Notenbank hat am Mittwoch zu Kursverlusten an der Wall Street geführt. Der Offenmarktausschuss entschied, das entsprechende Programm wie geplant zum Monatsende auslaufen zu lassen. Die Fed erneuerte zugleich ihr Bekenntnis, nach Beendigung des Wertpapierkaufprogramms ihre sehr lockere Geldpolitik noch „geraume Zeit“ beizubehalten.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent tiefer auf 16.974 Punkten. Beim S&P 500 betrug das Minus 0,1 Prozent auf 1982 Zähler. Der Nasdaq-Index fiel um 0,3 Prozent auf 4549 Stellen. In Frankfurt war der Dax vor der Fed-Entscheidung mit 9082 Punkten 0,2 Prozent höher aus dem Handel gegangen. Am Devisenmarkt sorgten die Währungshüter dafür, dass der Euro um 0,8 Prozent nach unten rutschte.

Bei den Einzelwerten am Aktienmarkt stand Facebook im Mittelpunkt und sorgte bei Anlegern mit der Aussicht auf höhere Kosten für Ernüchterung. Das weltgrößte Online-Netz will so die milliardenschweren Zukäufe WhatsApp und Oculus weiterentwickeln. Zudem rechnet der Konzern von Mark Zuckerberg damit, nicht mehr ganz so stark zu wachsen. Die Aktie sank um rund sechs Prozent.

Dagegen überzeugte der Hotelkonzern Marriott mit seinen Quartalszahlen und dem Ausblick die Investoren. Vor allem in Nordamerika übernachten immer häufiger Geschäftsreisende und Touristen in den Hotels und zahlen dafür mehr. Marriott-Papiere legten um knapp drei Prozent zu.

Beim Reifenhersteller Goodyear betrug der Zuwachs 5,4 Prozent. Der Continental -Rivale, der auch Marken wie Dunlop oder Fulda im Programm hat, überraschte die Aktionäre mit einem unerwartet hohen Gewinn.

Die Aktien der Raumfahrtunternehmen Orbital Sciences und Alliant Techsystems standen dagegen auf den Verkaufslisten. Grund war die Explosion einer Rakete von Orbital, die für die Nasa zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollte. Der Aktienkurs fiel um 16,7 Prozent. Bei der Firma Alliant, die mit Orbital zusammengehen soll, betrug der Verlust 6,5 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1322 Werte legten zu, 1763 gaben nach, und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,16 Milliarden Aktien 1245 im Plus, 1437 im Minus und 133 unverändert.

Die US-Kreditmärkte zeigten sich uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 8/32 auf 100-18/32. Die Rendite stieg auf 2,31 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit der optimistischen Einschätzung der Fed. Der 30-jährige Bond legte dagegen um 11/32 auf 101-21/32 zu und rentierte mit 3,04 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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