Börse New York
US-Haushaltsstreit überlagert Yellen-Euphorie

Janet Yellen wird die neue Präsidentin der Fed. Mit ihr dürfte die lockere Geldpolitik fortgeführt werden. Die Börsen können darüber nicht jubeln. Sie sind immer noch zu stark mit dem US-Haushaltsstreit beschäftigt.
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New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt uneinheitlich geschlossen. Die Furcht der Börsianer vor den wirtschaftlichen Folgen des US-Haushaltsstreits überschattete die Freude über die Nominierung von Janet Yellen als neue US-Notenbankchefin. "Dass Yellen ans Ruder kommt, war keine wirklich überraschende Neuigkeit, und deshalb wundert es mich nicht, dass die Kurse wieder nach unten gehen", sagte ein Händler. "Es bleibt das ungelöste Haushaltsproblem und die gesamte Unsicherheit, die damit verbunden ist." Zudem machten Gewinnmitnahmen bei den Hochtechnologiewerten den New Yorker Aktienmärkten zu schaffen.

Die Fed-Protokolle spielten am Markt kaum eine Rolle. Die jüngste Entscheidung der US-Notenbank Fed zur uneingeschränkten Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik fiel relativ knapp aus. Mehrere Mitglieder des zehnköpfigen Offenmarktausschusses (FOMC) hätten sich bei der Sitzung im September äußerst schwer damit getan, das Tempo beim Anleihenkauf unverändert zu lassen, hieß es in den am Abend veröffentlichten Protokollen der Fed-Sitzung. Bei dem Treffen hatte die Fed entgegen den Erwartungen keinen Zeitplan für einen schrittweisen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes beschlossen.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten legte rund 0,2 Prozent auf 14.803 Punkte zu. Der S&P 500 trat bei 1656 Punkten in etwa auf der Stelle. Der Nasdaq-Index fiel um 0,5 Prozent auf 3677 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 0,5 Prozent tiefer bei 8517 Punkten. Der EuroStoxx50 ging kaum verändert mit 2905 Zählern aus dem Handel.

Für Unsicherheit an der Wall Street sorgt weiter der Budgetstreit zwischen Republikanern und Demokraten. Obama bekräftigte, dass er nicht unter Drohungen der Konservativen verhandeln werde. Er sei bereit, auch über seine Gesundheitsreform zu sprechen, wenn die Republikaner der Regierung wieder Geld zur Verfügung stellten und sich nicht gegen die Erhöhung der Schuldengrenze stellten. Einigen sich die Parteien nicht bis kommende Woche, droht den USA eine Zahlungsunfähigkeit mit möglicherweise katastrophalen Folgen für die Weltwirtschaft. Obama lud die Republikaner für Donnerstag zum Gespräch ein.

Börsianer dürften in den kommenden Wochen aber auch auf die Quartalsbilanzen der US-Unternehmen schauen. Den Anfang machte am Dienstagabend der Aluminium-Hersteller Alcoa, der dank des Autozuliefergeschäftes mehr verdiente als erwartet. Die Aktie stieg um zwei Prozent.

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