Börse New York
US-Indizes trippeln vor und zurück

Die US-Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Viele Anleger fühlen sich nach der Bekanntgabe weiterer Konjunkturdaten in der Zwickmühle.
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Die New Yorker Börsen haben am Donnerstag kaum verändert geschlossen. Neue Konjunkturdaten hielten den Dow-Jones- und den S&P-500-Index leicht im Plus. Händler sagten, die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten seien zwar etwas schlechter als erwartet, unterstrichen aber den Aufwärtstrend der heimischen Wirtschaft.

Auch die Daten zum US-Handelsdefizit zeigten in diese Richtung. Die Sorge vor einer Abschwächung lasse etwas nach, sagte Peter Cardillo, Chefvolkswirt bei Rockwell Global Capital. "Ich gehe davon aus, dass eine Zinsanhebung der US-Notenbank im September eine gute Sache für die Märkte wäre, weil das das Signal sendet, dass die US-Wirtschaft auf ihren eigenen Füßen stehen kann."

Vom Arbeitsmarkt erhoffen sich die Anleger am Freitag nun aber auch klarere Hinweise auf den Zeitpunkt einer möglichen Zinswende in den USA. Dabei seien sie in einer gewissen Zwickmühle, sagte ein Marktstratege. Sie wüssten nicht so genau, ob sie angesichts bestehender Wachstumssorgen auf gute Daten hoffen, oder sie mit Blick auf eine Zinserhöhung doch fürchten sollten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 16.374 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P-500 legte 0,1 Prozent auf 1951 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab dagegen 0,3 Prozent auf 4733 Punkte nach. In Frankfurt stieg der Dax um 2,7 Prozent auf 10.317,84 Punkte, der EuroStoxx50 legte 2,2 Prozent zu. Rückenwind gab es von der Europäischen Zentralbank: EZB-Chef Mario Draghi signalisierte Handlungsbereitschaft, sollten weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur nötig sein.

Auch in New York gab es zunächst positive Signale. Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe lag in der vergangenen Woche mit 282.000 um 7000 über den Erwartungen. Das US-Handelsdefizit sank im Juli überraschend deutlich auf 41,9 Milliarden Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten.

Bei den Einzelwerten legten Aktien von Lannett 13 Prozent zu. Der Pharmakonzern will den Rivalen Kremers Urban für 1,23 Milliarden Dollar kaufen. Die Anteilsscheine von Five Below brachen dagegen mehr als neun Prozent ein, nachdem der auf Kids- und Teenager-Artikel spezialisierte US-Discounter für das dritte Quartal einen enttäuschenden Ausblick gegeben hatte.

Bei den Kurseinbrüchen ragte auch Joy Global mit einem Verlust von 14,6 Prozent heraus. Der Hersteller von schwerem Gerät für die Bergbaubranche musste seine Ziele für das Gesamtjahr deutlich senken. Verantwortlich wurden schwache Rohstoffpreise gemacht, die Projekte verzögerten.

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