Börse New York
US-Notenbank trübt die Stimmung an Wall Street

Die jüngsten Fed-Protokolle haben die Anleger irritiert. Denn die Währungshüter deuten ein Ende der ultralockeren Geldpolitik an. Das sorgte für schlechte Stimmung auf dem Parkett. Der Dow Jones gab 0,4 Prozent nach.
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New YorkSpekulationen über einen Anfang vom Ende der ultralockeren Geldpolitik haben am Mittwoch Aktienkurse an der Wall Street sinken lassen. Sitzungsprotokollen der US-Notenbank zufolge könnten die Fed-Mitglieder bereits auf einer ihrer nächsten Sitzungen beschließen, das Anleihenkaufprogramm zurückzufahren.

Dies könnte dann passieren, wenn sich die wirtschaftliche Lage verbessere, hieß es. Investoren reagierten verschreckt und trennten sich von vielen Aktien. Selbst die niedrige US-Inflation und überraschend starke Einzelhandelszahlen für Oktober konnten die Kursrückgänge nicht stoppen.

Der Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte sank um 0,4 Prozent auf 15.900 Punkte. Besonders die Dow-Werte Boeing und Goldman Sachs zogen den Leitindex herunter. Im Handelsverlauf pendelte das Barometer zwischen den Marken von 15.865 und 16.016. Der S&P 500 sank ebenfalls um 0,4 Prozent und stand bei 1781 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,3 Prozent auf 3921 Punkte nach. In Frankfurt legte der Dax um 0,1 Prozent auf 9202 Zähler zu.

Im Interesse der Anleger standen Papiere der Bank JPMorgan Chase. Das Institut hatte sich mit der US-Regierung im Streit über Hypothekenpapiere auf die Zahlung der Rekordsumme von 13 Milliarden Dollar geeinigt. Allerdings ist damit die juristische Aufarbeitung noch nicht endgültig beendet. Die Aktie fiel um 0,1 Prozent.

Auch Einzelhändler, die gerade ins Weihnachtsgeschäft starten, standen im Blickpunkt. Die Kaufhauskette J.C. Penney äußerte sich über ihren Umsatz im November zufrieden und blickt mit Zuversicht auf das gesamte Schlussquartal. Die Aktie stieg um 8,4 Prozent. Für Enttäuschung sorgte die Baumarktkette Lowe's. Der Konzern schrieb im dritten Quartal einen etwas kleineren Gewinn als erwartet und hob seinen Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr nicht wie erhofft an. Die Papiere verloren 6,2 Prozent.

Für den Landmaschinenhersteller Deere ging es um 2,1 Prozent nach oben. Der Konzern profitiert vom Immobilienboom und will mit Baumaschinen die erwartete Schwäche bei Agrargeräten ausgleichen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 620 Millionen Aktien die Besitzer. 999 Werte legten zu, 1997 gaben nach, und 98 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Milliarden Aktien 1171 im Plus, 1370 im Minus und 111 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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