Börse New York
US-Pharmaaktien nach Trump-Tweet unter Druck

Die Wall Street hält sich bedeckt. Die anstehende Zinsentscheidung der Fed belastet. Aber auch Snap rutscht ab - Pharmaaktien geraten nach einem Tweet von US-Präsident Donald Trump unter Druck.
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New YorkDie US-Börsen haben sich am Dienstag schwächer gezeigt. Verluste bei Pharmawerten wurden zum Teil von leichten Gewinnen bei Technologiewerten ausgeglichen. Außerdem wagten sich die Anleger angesichts einer zunehmenden Erwartung, dass die amerikanische Notenbank Federal Reserve in der kommenden Woche die Zinsen anhebt, kaum aus der Deckung, sagte Volkswirt Peter Cardillo vom Broker First Standard Financial. Auch hielt die Verunsicherung über die Pläne von US-Präsident Donald Trump an, da er noch immer Details der angekündigten Steuersenkungen und Infrastruktur-Investitionen schuldig blieb.

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,1 Prozent auf 20.925 Punkte. Der breiter gefasste S&P gab um 0,3 Prozent auf 2368 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor ebenfalls 0,3 Prozent auf 5834 Zähler. Der Dax schloss 0,1 Prozent im Plus bei 11.966 Zählern.

Unter Druck gerieten vor allem Pharmawerte. Trump hatte per Twitter geringere Preise für Medikamente und mehr Konkurrenzkampf in der Branche angekündigt.. "Die Preise für das amerikanische Volk werden purzeln", schrieb der US-Präsident. Der Branchenindex verlor 0,7 Prozent. Pfizer-Papiere notierten mit einem Minus von ein Prozent, Eli Lilly-Papiere mit einem Abschlag von 1,3 Prozent. Dagegen konnten Technologiewerte wie Apple mit 0,1 Prozent und Microsoft mit 0,2 Prozent leicht zulegen.

Erneut im Mittelpunkt stand die Snap-Aktie mit einem Minus von fast zehn Prozent. Nach dem furiosen Börsendebüt der Mutter des Messaging-Dienstes Snapchat in der vergangenen Woche ging es den zweiten Tag in Folge kräftig bergab. Institutionelle Großanleger forderten Index-Anbieter auf, Unternehmen wie Snap, die stimmrechtslose Aktien ausgeben, aus den Börsenbarometern herauszuhalten. Sie kritisieren, dass Anleger bei diesen Firmen kein Mitspracherecht bei strategischen Entscheidungen des Managements haben. Eine Aufnahme in einen Leitindex führt oft zu steigenden Kursen, weil zahlreiche Fondsanbieter ihr Portfolio danach ausrichten und im Zuge dessen auch andere Investoren diese Aktien kaufen.

Mehr als 46 Prozent in die Höhe schoss dagegen das Papier von Nimble Storage. Der IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise kündigte an, den Datenspeicher-Spezialisten für 1,1 Milliarden Dollar in bar zu übernehmen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 793 Millionen Aktien den Besitzer. 873 Werte legten zu, 2041 gaben nach und 168 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,78 Milliarden Aktien 988 Werte im Plus, 1845 im Minus und 216 unverändert.

Auch bei den US-Staatsanleihen ging es abwärts. Die zehnjährigen Papiere fielen um 6/32 auf 97-22/32. Sie rentierten mit 2,51 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 11/32 auf 97-25/32 und hatten eine Rendite von 3,12 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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