Börse New York
Verhaltener Handel an US-Börsen

Die Anleger an den US-Börsen haben die Woche recht verhalten begonnen. Viele Investoren bleiben vor der Entscheidung über den weiteren geldpolitischen Kurs der Federal Reserve in der Defensive.
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New YorkDie Anleger an den US-Börsen haben sich zu Wochenbeginn kaum aus der Deckung gewagt. Nach der jüngsten Rally mangele es an weiteren Impulsen, sagten Analysten am Montag. Mit Spannung wurde der Quartalsbericht von Apple erwartet, der nach Börsenschluss veröffentlicht werden sollte. Zuletzt überzeugten die Technologie-Schwergewichte Microsoft und Amazon mit ihren Bilanzen und sorgten für gute Stimmung am Markt. Auch die Anleger in Deutschland hielten nach der jüngsten Rekordjagd erst einmal inne.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nahezu unverändert bei 15.568 Punkten. Er pendelte dabei zwischen 15.533 und 15.599 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,13 Prozent auf 1762 Zähler zu und erreichte in neues Rekordhoch. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag 0,08 Prozent niedriger bei 3940 Stellen. Der Dax beendete den Handel 0,1 Prozent schwächer bei 8978 Zählern.

Viele Investoren blieben vor der Entscheidung über den weiteren Kurs der US-Notenbank in der Defensive. Es wird zwar nicht erwartet, dass die Währungshüter bei ihrer Sitzung am Dienstag und Mittwoch von ihrer Politik des billigen Geldes abkehren.

Doch könnte die Federal Reserve Hinweise über den Einstieg in eine Ausstiegsstrategie geben. "Die Fed wird nichts tun, und dies hat die Rally in den vergangenen zweieinhalb Wochen verursacht", sagte Ken Polari von O'Neil Securities in New York. "Jetzt ist der Markt etwas ermüdet. Es ist ganz sicherlich so, dass der Markt den Fundamentaldaten voraus ist."

Apple -Aktien lagen 0,7 Prozent im Plus. Über das Wohl und Wehe des Technologiekonzerns entscheidet erneut der iPhone-Absatz. Trotz erneut starker Absatzzahlen dürfte der Apple-Gewinn geschrumpft sein - laut Schätzungen von Experten auf 7,98 Dollar je Aktie von 8,67 Dollar im Vorjahreszeitraum.

Der Biotech-Konzern Biogen profitierte erneut von seinem neuen Multiple-Sklerose-Mittel Tecfidera. Es setzt sich gegenüber der Konkurrenz immer stärker durch. Die Biogen-Aktie legte 0,9 Prozent zu.

Dem Pharmakonzern Merck & Co machten dagegen rückläufige Umsätze mit seinem Top-Medikament gegen Diabetes zu schaffen. Der Markt strafte das Papier mit einem Minus von 2,6 Prozent ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 731 Millionen Aktien den Besitzer. 1336 Werte legten zu, 1608 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 1256 im Plus, 1301 im Minus und 82 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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